Trotz der aktuellen Kältewelle in Deutschland ist die Gasversorgung stabil und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Gasspeicher sind gut gefüllt, außerdem sichern zusätzliche Importmöglichkeiten über neue Terminals für Flüssigerdgas (LNG) die Lage ab. Dies meldet die Bundesnetzagentur, die für die Überwachung der Energienetze in Deutschland zuständig ist.
Gasspeicher gleichen hohen Verbrauch aus
Aufgrund der niedrigen Temperaturen ist der Gasverbrauch in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Haushalte und Industrie benötigen mehr Energie zum Heizen, wodurch die Nachfrage stark zugenommen hat. Dieser hohe Bedarf wird aktuell vor allem durch die Entnahme von Gas aus den deutschen Speichern gedeckt.
Die Füllstände der Gasspeicher sind zwar niedriger als im Vorjahr, bewegen sich aber weiterhin auf einem soliden Niveau. Die Speicher gleichen somit die Verbrauchsspitzen aus, die durch das kalte Wetter entstehen. Die Bundesnetzagentur sieht daher aktuell keine Gefahr einer Gasmangellage.
Neue Importwege stabilisieren die Gasversorgung
Ein wesentlicher Grund für die entspannte Lage sind die veränderten Importstrukturen. Deutschland hat in den letzten Jahren neue LNG-Terminals an den Küsten in Betrieb genommen. Über diese Terminals kann Flüssigerdgas, das per Schiff aus verschiedenen Teilen der Welt geliefert wird, in das deutsche Gasnetz eingespeist werden.
Diese zusätzlichen Importmöglichkeiten machen Deutschland unabhängiger von einzelnen Lieferländern und stärken die Versorgungssicherheit. Die Gasflüsse haben sich dadurch neu geordnet, denn neben den Lieferungen aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien spielen die LNG-Importe eine immer wichtigere Rolle. Diese Diversifizierung der Quellen hat sich als entscheidender Vorteil erwiesen, um die Versorgung auch bei hohem Bedarf zu sichern.
Ausblick auf die kommenden Wintermonate
Auch für den weiteren Verlauf des Winters gibt sich die Bundesnetzagentur zuversichtlich. Selbst wenn es in den Monaten Februar oder März zu weiteren Kälteperioden kommen sollte, sei die Versorgung gesichert. Die Kombination aus gut gefüllten Speichern und den stabilen Importen über Pipelines und LNG-Terminals bildet eine robuste Grundlage.
Die Anstrengungen der vergangenen Jahre zur Stärkung der Energieinfrastruktur zahlen sich nun aus. Dadurch ist die deutsche Gasversorgung heute deutlich widerstandsfähiger gegenüber Wetterschwankungen und unvorhergesehenen Ereignissen als noch vor einigen Jahren.
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