Pola Scholl, die Tochter des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Mehmet Scholl, leidet an der chronischen Krankheit Lipödem. Diese Erkrankung verursacht nicht nur tägliche Schmerzen, sondern stellt für die 27-Jährige auch eine erhebliche psychische Belastung dar. Trotz der Herausforderungen geht sie offen mit ihrem Leiden um und möchte andere Betroffene ermutigen.
Was ist ein Lipödem?
Beim Lipödem handelt es sich um eine krankhafte Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich bei Frauen auftritt. Dabei vermehrt sich das Unterhautfettgewebe unkontrolliert, vor allem an Beinen, Hüften und manchmal auch an den Armen. Dieses Gewebe ist oft schmerzhaft, neigt zu blauen Flecken und fühlt sich knotig an, während Füße und Hände meist schlank bleiben.
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, allerdings vermuten Mediziner hormonelle Einflüsse. Die Krankheit verläuft in verschiedenen Stadien und ist nicht durch Diäten oder Sport heilbar. Oft wird sie fälschlicherweise als Übergewicht oder Adipositas diagnostiziert, was den Leidensdruck für die Betroffenen zusätzlich erhöht.
Der Alltag mit der Krankheit Pola Scholls
Für Pola Scholl bedeutet die Diagnose einen Alltag voller Schmerzen und Einschränkungen. Sie beschreibt die Beschwerden als ein ständiges Gefühl von Schwere und Druck, das ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt. Bereits seit ihrer Jugend leidet sie unter den Symptomen, doch die korrekte Diagnose erhielt sie erst spät.
Neben den körperlichen Schmerzen kämpft sie auch mit den seelischen Folgen. Die sichtbaren Veränderungen ihres Körpers und die chronischen Schmerzen führen zu einer großen psychischen Belastung. Dennoch hat sie gelernt, mit der Situation umzugehen und lässt sich nicht unterkriegen.
Offener Umgang und die Suche nach Hilfe
Pola Scholl hat sich entschieden, offen über ihre Erkrankung zu sprechen, um das Bewusstsein für Lipödem zu schärfen. Sie nutzt ihre Reichweite, um anderen Frauen Mut zu machen und über Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Zu den konservativen Therapien gehören manuelle Lymphdrainage und das Tragen von Kompressionskleidung, um die Schmerzen zu lindern.
Eine dauerhafte Lösung kann jedoch oft nur eine Operation bringen, bei der das krankhafte Fettgewebe durch eine spezielle Fettabsaugung, eine sogenannte Liposuktion, entfernt wird. Dieser Eingriff ist allerdings kostspielig und wird nicht immer von den Krankenkassen übernommen. Pola Scholl plant diesen Schritt, um ihre Schmerzen zu bekämpfen und ein Stück Normalität zurückzugewinnen.
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