Ein unachtsamer Moment und schon ist es passiert: Man stößt sich am Tischbein und ein blauer Fleck entsteht. Diese unschönen Verfärbungen der Haut sind zwar meist harmlos, aber viele möchten die blauen Flecken schnell loswerden. Mit den richtigen Sofortmaßnahmen und Hausmitteln lässt sich der Heilungsprozess tatsächlich beschleunigen.
Wie entstehen blaue Flecken eigentlich?
Ein blauer Fleck, medizinisch auch als Hämatom bezeichnet, ist im Grunde ein Bluterguss im Unterhautgewebe. Wenn wir uns stoßen, können kleine Blutgefäße, die sogenannten Kapillaren, unter der Haut platzen. Dadurch tritt Blut aus und sammelt sich im umliegenden Gewebe an, was als dunkler Fleck sichtbar wird.
Im Laufe der Zeit verändert der Fleck seine Farbe, während der Körper das ausgetretene Blut abbaut. Zuerst ist er rötlich-blau, dann wird er oft grünlich und schließlich gelb, bevor er ganz verschwindet. Dieser Prozess kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern, je nach Größe und Tiefe des Blutergusses.
Sofortmaßnahmen: Was direkt nach dem Stoß hilft
Um die Ausbreitung des Blutergusses zu minimieren, ist schnelles Handeln entscheidend. Die wichtigste Regel lautet: Kühlen. Legen Sie daher sofort ein Kühlpad oder in ein Tuch gewickelte Eiswürfel für etwa 15 bis 20 Minuten auf die betroffene Stelle. Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen und somit weniger Blut ins Gewebe austritt.
Außerdem ist es hilfreich, das betroffene Körperteil hochzulagern. Wenn Sie sich beispielsweise am Bein gestoßen haben, legen Sie es hoch, denn dadurch wird der Blutfluss in diesem Bereich verringert. Diese beiden Maßnahmen können die Größe und die Schwellung des blauen Flecks deutlich reduzieren.
So können Sie blaue Flecken schnell loswerden
Nach den ersten 24 bis 48 Stunden sollten Sie von Kälte zu Wärme wechseln. Eine Wärmflasche oder ein warmes Tuch fördern die Durchblutung an der betroffenen Stelle. Dadurch wird der Abtransport des geronnenen Blutes beschleunigt, was den Heilungsprozess unterstützt.
Es gibt zudem verschiedene Hausmittel, die den Abbau des Hämatoms fördern können. Salben mit Arnika oder Heparin sind bekannt für ihre abschwellende und entzündungshemmende Wirkung. Massieren Sie die Salbe sanft ein, allerdings sollten Sie dies erst tun, wenn der akute Schmerz nachgelassen hat, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
Ein weiteres bewährtes Mittel ist Quark. Streichen Sie kühlen Quark auf ein Tuch und legen Sie diesen Umschlag auf den blauen Fleck. Die im Quark enthaltene Milchsäure wirkt kühlend und kann die Schwellung lindern, während die Feuchtigkeit die Haut beruhigt.
Was Sie vermeiden sollten
Direkt nach der Verletzung sollten Sie auf keinen Fall Wärme anwenden oder die Stelle massieren. Beides würde die Durchblutung anregen und den Bluterguss nur vergrößern. Auch Alkohol und bestimmte Schmerzmittel wie Aspirin sind nicht ratsam, da sie die Blutgerinnung hemmen und die Einblutung verstärken können.
Sollte ein blauer Fleck allerdings ungewöhnlich groß sein, sehr stark schmerzen oder wenn Sie ohne ersichtlichen Grund häufig blaue Flecken bekommen, ist ein Arztbesuch ratsam. Dahinter könnten unter Umständen ernsthaftere Ursachen stecken, die abgeklärt werden müssen.
