Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Brauerei sind vielschichtig. Gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Personal haben die finanzielle Lage erheblich belastet. Außerdem führten die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die allgemeine Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu einem spürbaren Umsatzrückgang.
So läuft die Sanierung der insolventen deutschen Brauerei ab
Das Amtsgericht Magdeburg hat dem Antrag auf Eigenverwaltung zugestimmt, wodurch die bisherige Geschäftsführung weiterhin die Kontrolle behält. Sie wird dabei von erfahrenen Sanierungsexperten unterstützt, während ein vom Gericht bestellter Sachwalter das Verfahren überwacht. Dieses Vorgehen zielt darauf ab, eine Zerschlagung des Unternehmens zu verhindern.
Der Geschäftsbetrieb in der Colbitzer Heide-Brauerei läuft trotz des Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiter. Dadurch können alle Kunden wie gewohnt beliefert werden. Die Löhne und Gehälter der rund 40 Mitarbeiter sind für die nächsten Monate durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.
Die Suche nach einem neuen Investor
Im Zentrum der Sanierungsbemühungen steht die Suche nach einem starken Partner. Ein Investor soll frisches Kapital bereitstellen und dabei helfen, die Brauerei neu auszurichten und wettbewerbsfähig zu machen. Die Geschäftsführung zeigt sich optimistisch, dass eine nachhaltige Lösung für den Traditionsbetrieb gefunden werden kann.
Die Colbitzer Heide-Brauerei blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn sie wurde bereits im Jahr 1872 gegründet. Das Unternehmen ist vor allem für seine Pils- und Bockbiersorten bekannt und in der Region fest verankert. Die Verantwortlichen hoffen daher, mit einem neuen Partner die Arbeitsplätze erhalten und die Marke stärken zu können.
