Gianni Infantino: Macht, Kritik und Folgen für die FIFA

Der amtierende FIFA-Präsident Gianni Infantino steht erneut in der Kritik, denn seine Amtsführung und öffentliche Auftritte sorgen weltweit für Unverständnis. Viele Beobachter werfen ihm vor, sich immer weiter von den Werten des Sports zu entfernen und stattdessen eine autokratische und realitätsferne Haltung an den Tag zu legen. Dadurch gerät nicht nur seine Person, sondern auch der gesamte Weltfußballverband in ein schlechtes Licht.

Die Kritikpunkte an Infantinos Amtsführung

Ein zentraler Vorwurf betrifft Infantinos zunehmend autoritären Führungsstil. Kritiker bemängeln, dass er Entscheidungen oft im Alleingang treffe und demokratische Prozesse innerhalb der FIFA untergrabe. Außerdem wird ihm eine übermäßige Nähe zu autokratischen Regimen vorgeworfen, was besonders bei der Vergabe von Weltmeisterschaften deutlich wird. So fand die WM 2022 in Katar statt, einem Land, das wegen Menschenrechtsverletzungen stark kritisiert wird.

Darüber hinaus erzeugen seine öffentlichen Äußerungen regelmäßig Kopfschütteln. Beispielsweise sorgte eine Rede, in der er die Europäer mit teils bizarren Vergleichen zur Rede stellte, für massive Kritik. Solche Auftritte lassen ihn in der Öffentlichkeit als abgehoben und ohne Gespür für die realen Probleme des Fußballs und seiner Fans erscheinen. Infantino scheint in einer eigenen Welt zu leben, in der Kritik an seiner Person oder der FIFA kaum noch zu ihm durchdringt.

Machtfülle und mangelnde Kontrolle

Ein wesentliches Problem liegt in der Machtstruktur der FIFA. Der Präsident verfügt über eine enorme Machtfülle, während wirksame Kontrollmechanismen weitgehend fehlen. Dieses System ermöglichte es Infantino, seine Position über die Jahre zu festigen und Kritiker gezielt kaltzustellen. Währenddessen wächst sein Einfluss stetig, ohne dass es eine echte Opposition innerhalb des Verbandes gibt.

Diese Machtkonzentration führt dazu, dass der Fußball zunehmend als Instrument für politische und wirtschaftliche Interessen missbraucht wird. Der Fokus verschiebt sich weg vom sportlichen Wettbewerb und den Fans hin zu kommerziellen Zielen und der Pflege politischer Beziehungen. Viele befürchten daher, dass der Fußball unter Infantinos Führung seine Seele verliert und zu einem reinen Geschäft verkommt.

Die Folgen für den Weltfußball

Das Verhalten des FIFA-Präsidenten hat direkte Auswirkungen auf das Ansehen des gesamten Sports. Wenn der oberste Vertreter des Weltfußballs durch seltsame Auftritte und fragwürdige Entscheidungen auffällt, schadet dies der Glaubwürdigkeit der Organisation nachhaltig. Verbände und Fans fühlen sich oft nicht mehr ernst genommen, wodurch eine tiefe Kluft zwischen der FIFA-Spitze und der Basis entsteht.

Letztlich ist Gianni Infantino ein Symptom für ein größeres Problem innerhalb des Weltfußballverbandes. Die Organisation scheint reformresistent und in alten Strukturen gefangen, die Machtmissbrauch und Intransparenz begünstigen. Ohne grundlegende Änderungen und eine stärkere demokratische Kontrolle wird es schwer sein, das verlorene Vertrauen der Fußballwelt zurückzugewinnen.