Bei dem Event in den Berliner Wilhelm Studios präsentierte sich Ikkimel in einer gewagten, transparenten Robe aus glitzerndem Stoff. Das knöchellange Kleid gab den Blick auf ihren Körper frei, während lediglich ihre Brustwarzen von Pflastern in Form von Teufelshörnern bedeckt waren. Hohe Plateauschuhe und eine auffällige Sonnenbrille vervollständigten ihren Look, der an den Stil der 2000er-Jahre erinnerte.
Ikkimel: Provokation als Markenzeichen
Ikkimels öffentliches Auftreten ist bekannt für provokante Elemente und den bewussten Bruch mit Konventionen. Die Rapperin aus Berlin-Neukölln nutzt ihre Musik und ihren Stil, um gesellschaftliche Normen zu hinterfragen. Ihre Texte sind oft explizit und behandeln Themen wie Sexualität und weibliche Selbstbestimmung auf eine direkte Art.
Ihr Künstlername und ihr Auftreten spielen mit Klischees und Übertreibungen. Sie selbst bezeichnet ihren Musikstil als „Assidance“, eine Mischung aus Techno, Dance und Rap, der von harten Bässen und schnellen Rhythmen geprägt ist. Genau diese Mischung macht ihre Musik tanzbar, während die Inhalte oft zum Nachdenken anregen.
Der Polyton Music Award als Bühne
Der Polyton Music Award ist ein Preis von Musikschaffenden für Musikschaffende und fand zum zweiten Mal statt. Er zeichnet Künstlerinnen und Künstler in verschiedenen Kategorien wie Komposition, Produktion oder Text aus. Die Veranstaltung will damit die kreativen Leistungen hinter der Musik sichtbarer machen.
Ikkimel nutzte diesen Rahmen, um sich und ihre Kunst zu präsentieren. Obwohl sie an diesem Abend keinen Preis gewann, sorgte ihr Auftritt für Gesprächsstoff. Sie demonstrierte eindrücklich, dass sie nicht nur musikalisch, sondern auch visuell eine Künstlerin ist, die polarisiert und auffällt.
