Schwere Grippesaison 2025 – Neue Variante fordert Impfschutz

Gesundheitsexperten warnen vor einer potenziell schweren Grippesaison in diesem Herbst und Winter. Der Grund dafür ist eine neue Influenza-Variante, die sich derzeit stark ausbreitet und das Immunsystem vieler Menschen vor besondere Herausforderungen stellen könnte. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Risikogruppen, sondern die gesamte Bevölkerung.

Während der letzten Jahre war das Infektionsgeschehen durch andere Viren dominiert, weshalb die Immunität gegen Grippeviren in der Bevölkerung abgenommen hat. Dadurch haben neue Virusvarianten leichtere Bedingungen, sich schnell zu verbreiten. Eine baldige Impfung wird daher dringend empfohlen.

Neue Influenza-Variante als Hauptursache

Im Zentrum der Besorgnis steht eine neue Variante des Influenza-A-Virus vom Subtyp H3N2. Dieses Virus ist bekannt für seine Fähigkeit, sich schnell zu verändern, was es für das menschliche Immunsystem schwierig macht, eine langanhaltende Abwehr aufzubauen. Die aktuelle Variante scheint sich zudem besonders effizient zu verbreiten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet die Situation genau und sammelt Daten zur Ausbreitung und zu den Krankheitsverläufen. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die diesjährige Grippewelle intensiver ausfallen könnte als in den Vorjahren, weil die Bevölkerung weniger spezifische Antikörper gegen diese neue Variante besitzt.

Warum eine schwere Grippesaison droht

Mehrere Faktoren begünstigen die Prognose einer schweren Grippesaison. Zum einen führte die geringere Zirkulation von Influenzaviren während der Corona-Pandemie zu einer sogenannten Immunitätslücke. Das bedeutet, dass weniger Menschen durch eine durchgemachte Infektion einen aktuellen Schutz aufbauen konnten.

Zum anderen treffen die Viren auf eine Bevölkerung, deren Immunsystem durch andere Infekte bereits beansprucht sein könnte. Außerdem begünstigen die kälteren Monate die Übertragung von Atemwegserregern, da sich Menschen vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, wo Viren leichter von Person zu Person gelangen.

Schutzmaßnahmen und die Bedeutung der Impfung

Die wirksamste Schutzmaßnahme gegen eine schwere Erkrankung bleibt die jährliche Grippeimpfung. Experten raten, diese möglichst frühzeitig im Herbst wahrzunehmen, da der Impfschutz erst nach etwa zwei Wochen vollständig aufgebaut ist. Der diesjährige Impfstoff wurde an die erwarteten Virusvarianten angepasst, um einen bestmöglichen Schutz zu bieten.

Zusätzlich zur Impfung helfen bewährte Hygieneregeln, das Ansteckungsrisiko zu senken. Dazu gehören regelmäßiges und gründliches Händewaschen, das Einhalten von Abstand zu Erkrankten sowie das Tragen einer Maske in überfüllten Räumen oder öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere während der Hochphase der Grippewelle.