Die Initiative zielt darauf ab, die verbündeten Streitkräfte mit moderner russischer Militärtechnik auszustatten. Dadurch soll die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit gestärkt werden. Russland nutzt die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine, um seine Waffensysteme weiterzuentwickeln und zu testen.
Hintergründe des Militärbündnisses OVKS
Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit ist ein von Russland geführtes Militärbündnis. Es wurde 2002 gegründet und umfasst mehrere Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Aktuelle Mitglieder sind neben Russland auch Belarus, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan. Armenien hat seine Mitgliedschaft hingegen im Februar 2024 eingefroren.
Das Bündnis versteht sich als Gegenstück zur NATO und beinhaltet eine Beistandsklausel, ähnlich dem Artikel 5 des Nordatlantikvertrags. Ein Angriff auf einen Mitgliedsstaat gilt als Angriff auf alle. Ein wesentlicher Anreiz für die Mitglieder sind zudem vergünstigte Konditionen beim Kauf russischer Rüstungsgüter, was die militärische Abhängigkeit von Moskau verstärkt.
Fokus auf gemeinsame Ausbildung und moderne Waffen
Während des Treffens in Bischkek, der Hauptstadt von Kirgistan, betonte Putin die Notwendigkeit gemeinsamer Maßnahmen. Geplant sind demnach nicht nur Waffenlieferungen, sondern auch eine intensivierte Ausbildung für militärisches Personal und Geheimdienstkräfte. Insbesondere die Luftstreitkräfte und die Flugabwehr sollen dabei in den Fokus rücken.
Russland möchte mit dem vorgeschlagenen Aufrüstungsprogramm seine Rolle als führende Militärmacht in der Region festigen. Zugleich dient der Export von im Kampf erprobter Technik dazu, die eigene Rüstungsindustrie zu stützen. Die Partnerländer profitieren im Gegenzug von moderner Technologie und gestärkter Verteidigungskraft.
Strategische Bedeutung für Russland
Die engere militärische Zusammenarbeit innerhalb der OVKS sichert Russland politischen und strategischen Einfluss im postsowjetischen Raum. Durch die Standardisierung der Waffensysteme wird die Interoperabilität zwischen den Armeen der Mitgliedsstaaten verbessert, was gemeinsame Operationen erleichtert. Außerdem bindet der Waffenexport die Partner langfristig an Moskau, da Wartung, Ersatzteile und Schulungen ebenfalls aus Russland kommen.
Das Angebot moderner Waffen ist somit ein zentrales Instrument, um das Bündnis zusammenzuhalten und die eigene Vormachtstellung zu sichern. Während Russland international mit Sanktionen konfrontiert ist, festigt es auf diese Weise die Beziehungen zu seinen engsten Verbündeten.
