Inka Grings: Kritik am Niveau der Frauen-WM – DFB-Aus schockt

Die ehemalige deutsche Nationalspielerin Inka Grings hat deutliche Kritik am sportlichen Niveau der laufenden Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland geäußert. Sie zeigt sich besonders von der Leistung vieler Teams in der Vorrunde enttäuscht. Die Kritik am Niveau der Frauen-WM zielt dabei vor allem auf technische und taktische Mängel ab, die ihr bei zahlreichen Spielen aufgefallen sind.

Technische Fehler und mangelnde Spielqualität

Grings, die in ihrer aktiven Zeit als Stürmerin große Erfolge feierte, bemängelt grundlegende fußballerische Fähigkeiten bei vielen Spielerinnen. Ihr fielen demnach häufige technische Fehler bei der Ballannahme und -verarbeitung auf. Außerdem kritisiert sie eine unzureichende taktische Disziplin bei einigen Mannschaften, was zu unstrukturierten und chaotischen Spielverläufen geführt habe.

Während einige Top-Nationen wie Spanien überzeugen konnten, hätten viele andere Teams nicht das erwartete Level erreicht. Dieses Leistungsgefälle zwischen den Spitzenmannschaften und dem Rest des Feldes sei im Turnierverlauf sehr deutlich geworden. Daher wirkten viele Partien über weite Strecken wenig ansehnlich und waren von zahlreichen Fehlpässen geprägt.

Enttäuschung über das Abschneiden der DFB-Elf

Besonders hart geht die frühere Nationalspielerin mit der deutschen Mannschaft ins Gericht, die bereits nach der Vorrunde ausgeschieden ist. Sie beschreibt die Auftritte des DFB-Teams als teilweise „blutleer“ und vermisste den nötigen Einsatzwillen und die Leidenschaft. Das frühe Ausscheiden sei daher eine logische Konsequenz der gezeigten Leistungen gewesen.

Grings, die selbst an Welt- und Europameisterschaften teilnahm, sieht in der mangelnden Qualität des Turniers ein generelles Problem. Obwohl der Frauenfußball in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat, spiegelt sich diese Entwicklung ihrer Meinung nach noch nicht durchgängig in der sportlichen Qualität auf dem Platz wider.

Hoffnung auf Besserung in den K.o.-Spielen

Trotz der harschen Kritik am Niveau der Frauen-WM äußerte Grings die Hoffnung, dass die Qualität in den entscheidenden K.o.-Spielen ansteigen würde. Üblicherweise nimmt die Intensität und das spielerische Niveau im weiteren Turnierverlauf zu, da die stärkeren Mannschaften aufeinandertreffen. Dennoch bleibt ihr Fazit zur Vorrunde überwiegend negativ.

Ihre Analyse verdeutlicht, dass trotz der Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 32 Teams noch erhebliche Unterschiede in der Leistungsdichte bestehen. Diese kritische Bestandsaufnahme einer erfahrenen Expertin regt somit eine wichtige Debatte über die aktuelle Entwicklung im internationalen Frauenfußball an.