AWS Google Cloud Verbindung: Daten blitzschnell und günstig transferieren

Unternehmen, die sowohl die Amazon Web Services (AWS) als auch die Google Cloud nutzen, können ihre Daten nun deutlich einfacher und schneller zwischen diesen beiden Welten bewegen. Eine neue AWS Google Cloud Verbindung ermöglicht einen direkten, leistungsstarken Datenaustausch, wodurch komplexe und teure Umwege über das öffentliche Internet vermieden werden. Dieser Schritt vereinfacht sogenannte Multi-Cloud-Strategien erheblich.

Wie die direkte Cloud-Verbindung funktioniert

Die technische Grundlage für diese Neuerung schafft Googles „Cross-Cloud Interconnect“. Dieser Dienst erlaubt es, eine private und direkte Netzwerkverbindung zwischen Rechenzentren von Google und anderen großen Cloud-Anbietern wie AWS herzustellen. Bisher war dies bereits mit Microsoft Azure möglich, doch nun ist auch der größte Konkurrent Amazon angebunden.

Kunden können dadurch ihre Netzwerke so konfigurieren, als würden die Dienste beider Anbieter in einer einzigen, gemeinsamen Infrastruktur laufen. Die Verbindung wird über globale Partner-Rechenzentren von Anbietern wie Equinix realisiert. Dort werden die Netzwerke von Google und AWS physisch miteinander gekoppelt, was für eine hohe Bandbreite und geringe Latenzzeiten sorgt.

Die Vorteile der direkten Kopplung

Der größte Nutzen liegt in der Performance und Sicherheit. Da die Daten nicht mehr über das öffentliche Internet gesendet werden müssen, sinkt die Latenz – also die Verzögerungszeit bei der Übertragung – drastisch. Google verspricht Latenzzeiten im einstelligen Millisekundenbereich, während gleichzeitig die Sicherheit der Datenübertragung steigt.

Außerdem können Unternehmen dadurch Kosten sparen. Der Datentransfer über das Internet ist bei großen Cloud-Anbietern oft mit erheblichen Gebühren verbunden. Die direkte Verbindung ist in vielen Fällen eine kostengünstigere Alternative, insbesondere bei großen Datenmengen, wie sie beispielsweise für KI-Anwendungen oder Analysen benötigt werden.

Anwendungstipps für die AWS Google Cloud Verbindung

Die Einrichtung der Verbindung erfolgt über die jeweilige Management-Konsole der Cloud-Anbieter. Zuerst wird eine Verbindung bei Google Cross-Cloud Interconnect bestellt, danach muss diese bei AWS Direct Connect bestätigt werden. Obwohl die Einrichtung komplex sein kann, bieten beide Plattformen detaillierte Anleitungen.

Ein typischer Anwendungsfall ist die Nutzung spezialisierter Dienste. Ein Unternehmen könnte beispielsweise seine Datenbanken bei AWS betreiben, während es für maschinelles Lernen auf die leistungsstarken KI-Dienste von Google zugreift. Durch die schnelle Verbindung lassen sich die Daten nahtlos zwischen diesen Diensten hin- und herbewegen.

  • Datenanalyse: Rohdaten aus AWS S3 direkt in Google BigQuery für Analysen laden.
  • Künstliche Intelligenz: Trainingsdaten von AWS nutzen, um KI-Modelle in der Google Cloud zu trainieren.
  • Disaster Recovery: Wichtige Systeme und Daten von einem Anbieter zum anderen spiegeln, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen.

Häufige Fehler vermeiden

Ein häufiger Fehler ist die falsche Konfiguration der Netzwerk-Sicherheitsgruppen und Firewalls. Unternehmen sollten sicherstellen, dass die Regeln auf beiden Seiten den Datenverkehr über die private Verbindung explizit erlauben. Andernfalls kann es trotz korrekter physischer Verbindung zu Blockaden kommen.

Zudem ist eine genaue Kostenkontrolle wichtig. Obwohl die Direktverbindung oft günstiger ist als der Transfer über das Internet, fallen dennoch Gebühren für die Ports und den übertragenen Datenverkehr an. Eine vorherige Kalkulation ist daher unerlässlich, um unerwartete Ausgaben zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit der Lösung sicherzustellen.