Die Kampagne des neuen Call of Duty: Black Ops 6 enttäuscht viele Spieler, denn sie erfüllt die Erwartungen an eine fesselnde Geschichte und innovatives Gameplay nicht. Besonders im Vergleich zu früheren Titeln der Reihe fällt der diesjährige Story-Modus deutlich ab. Viele Kritikpunkte konzentrieren sich dabei auf die Koop-Erfahrung und das grundlegende Missionsdesign, weshalb sich ein genauerer Blick auf die Schwächen lohnt.
Spielmechanik und Missionsdesign im Test
Ein zentrales Problem der diesjährigen Call of Duty Kampagne ist das repetitive Missionsdesign. Die meisten Aufträge folgen einem starren Schema, bei dem Spieler von einem Punkt zum nächsten geschickt werden, um dort Gegnerwellen zu eliminieren. Dadurch fehlt es an Abwechslung und strategischer Tiefe, was besonders im Koop-Modus schnell zu Monotonie führt.
Während frühere Teile der Serie oft mit abwechslungsreichen Schauplätzen und überraschenden Wendungen punkten konnten, wirken die Umgebungen in Black Ops 6 oft steril und uninspiriert. Außerdem gibt es kaum spielerische Freiheiten, da die Lösungswege stark vorgegeben sind. Kreative Taktiken oder alternative Vorgehensweisen werden somit kaum belohnt.
Kritik an der Koop-Kampagne
Gerade die Koop-Funktionalität, die für viele Spieler ein Kaufargument darstellt, entpuppt sich als große Schwäche. Die Kampagne ist nicht organisch auf das Zusammenspiel mehrerer Teilnehmer ausgelegt, sondern wirkt eher wie ein Einzelspieler-Modus, dem nachträglich ein zweiter Spieler hinzugefügt wurde. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass kooperative Aktionen kaum notwendig oder sinnvoll sind.
Oft agieren die Spieler nebeneinander her, anstatt wirklich zusammenarbeiten zu müssen. Es fehlen spezielle Koop-Mechaniken, wie das gemeinsame Überwinden von Hindernissen oder koordinierte Angriffe, die für ein befriedigendes Teamerlebnis entscheidend wären. Daher verkommt der Modus schnell zu einem simplen, gemeinsamen Abarbeiten von Gegnerlisten.
Die Handlung bleibt blass und vorhersehbar
Auch die Geschichte der Kampagne kann nicht überzeugen. Die Handlung ist vorhersehbar und die Charaktere bleiben oberflächlich, weshalb keine emotionale Bindung zu den Protagonisten entsteht. Spannende Momente oder dramatische Wendungen sind selten, stattdessen plätschert die Story ohne große Höhepunkte dahin.
Die Erzählweise wirkt oft fragmentiert und es fällt schwer, den übergeordneten Konflikt nachzuvollziehen. Dadurch geht viel Potenzial verloren, denn eine packende Story ist traditionell eine der großen Stärken der Call of Duty-Reihe. Dieser Mangel wiegt für langjährige Fans besonders schwer.
Häufige Fehler und technische Mängel
Neben den inhaltlichen Schwächen trüben auch technische Probleme das Spielerlebnis. Spieler berichten von zahlreichen Bugs, Verbindungsabbrüchen und einer inkonsistenten Gegner-KI. Diese technischen Mängel führen zu Frust und stören den Spielfluss erheblich.
Gerade in einem actionreichen Spiel wie Call of Duty ist eine stabile technische Basis unerlässlich. Wenn die Spielmechanik durch Fehler beeinträchtigt wird, leidet der gesamte Spielspaß darunter. Hier hätten die Entwickler deutlich mehr Sorgfalt investieren müssen, um ein ausgereiftes Produkt abzuliefern.
