Der Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Während die Emissionen in einigen Regionen wie Europa und den USA leicht zurückgingen, nahmen sie in anderen, insbesondere in China und Indien, deutlich zu. Dadurch wird die globale Entwicklung maßgeblich beeinflusst.
Aktuelle Entwicklung der globalen CO2-Emissionen
Im vergangenen Jahr stiegen die weltweiten CO2-Emissionen aus fossilen Quellen wie Kohle, Öl und Gas um 1,1 Prozent. Damit erreichten sie einen Rekordwert von 36,8 Milliarden Tonnen. Berücksichtigt man zusätzlich die Emissionen aus der Landnutzung, etwa durch die Abholzung von Wäldern, beläuft sich der Gesamtausstoß sogar auf 40,9 Milliarden Tonnen.
Diese Zahlen zeigen, dass die Weltgemeinschaft weit von dem Pfad entfernt ist, der zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius notwendig wäre. Um dieses Ziel noch zu erreichen, müssten die Emissionen drastisch und schnell sinken. Der derzeitige Trend steuert jedoch auf eine deutliche Überschreitung dieser kritischen Grenze zu.
Regionale Unterschiede bei den Emissionen
Die Entwicklung der Emissionen verläuft weltweit sehr unterschiedlich. Während die Europäische Union einen Rückgang von 7,4 Prozent verzeichnen konnte und die USA ihre Emissionen um 3 Prozent reduzierten, gab es in anderen großen Volkswirtschaften einen Zuwachs. China, der weltweit größte Emittent, verzeichnete einen Anstieg von 4 Prozent, während Indiens Emissionen sogar um mehr als 8 Prozent zunahmen.
Diese gegensätzlichen Entwicklungen sind auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. In Europa und den USA führte der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien zu einem Rückgang des Kohleverbrauchs. In China und Indien hingegen stieg der Energiebedarf stark an, was hauptsächlich durch fossile Energieträger gedeckt wurde.
Die Rolle der verschiedenen Energieträger
Der Haupttreiber für den globalen Anstieg der CO2-Emissionen war der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas. Die Emissionen aus Kohle stiegen um 1,1 Prozent, während die aus Öl um 1,5 Prozent zunahmen. Letzteres ist vor allem auf die Erholung des Flugverkehrs nach der Pandemie zurückzuführen. Die Emissionen aus Erdgas erhöhten sich ebenfalls leicht um 0,5 Prozent.
Obwohl der Ausbau erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft weltweit voranschreitet, reicht das Tempo noch nicht aus, um den steigenden Energiebedarf zu decken und gleichzeitig fossile Brennstoffe zu ersetzen. Dadurch bleibt die Abhängigkeit von klimaschädlichen Energieträgern weiterhin hoch.
Die Wissenschaftler des Global Carbon Project betonen daher die Dringlichkeit von verstärkten Anstrengungen. Ohne eine sofortige und massive Reduzierung der globalen CO2-Emissionen wird das verbleibende Kohlenstoffbudget zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels voraussichtlich in wenigen Jahren aufgebraucht sein.
