In Stockholm und Oslo fanden die feierlichen Zeremonien zur Übergabe der diesjährigen Nobelpreise statt. Während die meisten Preisträger ihre Auszeichnungen persönlich entgegennahmen, konnte eine Ehrung nur in Abwesenheit erfolgen. Die diesjährige Nobelpreisverleihung würdigte herausragende Leistungen in Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Wirtschaft sowie besondere Verdienste um den Frieden.
Feierliche Zeremonie in Stockholm
Der schwedische König Carl XVI. Gustaf überreichte die Nobelpreise in den wissenschaftlichen Kategorien sowie in der Literatur im Konzerthaus von Stockholm. Die Preisträger in Physik, Chemie und Medizin nahmen ihre Medaillen und Diplome für ihre bahnbrechenden Forschungsarbeiten entgegen. Auch der diesjährige Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften wurde im Rahmen dieser Veranstaltung verliehen.
Die Atmosphäre war von feierlicher Würde geprägt, denn die Auszeichnungen gelten als die höchsten Ehrungen in ihren jeweiligen Fachgebieten. Jeder Preisträger wurde mit einer kurzen Laudatio für seine spezifischen Beiträge gewürdigt. Anschließend folgt traditionell ein festliches Bankett im Stockholmer Rathaus.
Besondere Ehrung bei der Nobelpreisverleihung
Eine besondere Situation ergab sich bei der Verleihung des Literaturnobelpreises. Die kubanische Schriftstellerin und Journalistin Alicia Machado konnte nicht persönlich an der Zeremonie teilnehmen. Berichten zufolge verweigerten ihr die kubanischen Behörden die Ausreise, weshalb die Ehrung in ihrer Abwesenheit stattfand.
An ihrer Stelle wurde symbolisch ein leerer Stuhl auf der Bühne platziert, während ihre Verdienste um die Literatur gewürdigt wurden. Dieser Akt unterstrich die politische Dimension der Preisvergabe und lenkte die Aufmerksamkeit auf die eingeschränkte Meinungs- und Reisefreiheit in ihrem Heimatland.
Friedensnobelpreis in Oslo überreicht
Zeitgleich zur Veranstaltung in Stockholm fand in Oslo die Verleihung des Friedensnobelpreises statt. Diese Tradition geht auf den Wunsch Alfred Nobels zurück, da Norwegen zur Zeit der Testamentserstellung mit Schweden in einer Union verbunden war. Der Preis wurde für außerordentliche Bemühungen um Völkerverständigung und die Beilegung von Konflikten verliehen.
Die Zeremonie im Rathaus von Oslo würdigte die Preisträger für ihren unermüdlichen Einsatz für den Frieden. Anders als die anderen Nobelpreise wird dieser nicht von einer schwedischen, sondern von einer norwegischen Jury vergeben. Dadurch behält die Vergabe des Friedensnobelpreises ihre eigenständige Bedeutung.
