Der tschechische Skirennläufer Jan Zabystran sorgte bei der Abfahrt in Gröden für eine große Überraschung. Obwohl er mit einer hohen Startnummer ins Rennen ging, fuhr er sensationell auf den dritten Platz. Dieses Ergebnis war für ihn der erste Podestplatz seiner Karriere im Weltcup.
Jan Zabystran: Sensation mit Startnummer 37
Im alpinen Skisport ist die Startnummer oft ein entscheidender Faktor, denn die Pistenbedingungen verschlechtern sich normalerweise mit jedem Läufer. Jan Zabystran ging allerdings mit der Nummer 37 an den Start und hatte daher theoretisch schlechtere Voraussetzungen. Dennoch gelang ihm eine herausragende Fahrt auf der berühmten Saslong-Piste in Südtirol.
Seine Zeit war nur knapp langsamer als die der beiden Top-Fahrer vor ihm. Der Österreicher Vincent Kriechmayr und der Schweizer Niels Hintermann teilten sich den Sieg zeitgleich. Zabystrans Rückstand auf die Spitze betrug lediglich 0,28 Sekunden, was seine Leistung noch bemerkenswerter macht.
Ein unerwarteter Erfolg für den Tschechen
Für den 26-jährigen Athleten aus Tschechien war dieser dritte Platz ein historischer Erfolg. Bisher galt er eher als Spezialist für die Kombination, eine Disziplin, die aus einem Slalom- und einem Abfahrts- oder Super-G-Lauf besteht. Seine bisher besten Ergebnisse in den Speed-Disziplinen waren Platzierungen jenseits der Top 20.
Während viele Favoriten mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatten, fand Zabystran die perfekte Linie. Dieser Erfolg zeigt eindrücklich, dass auch Athleten aus Ländern ohne große alpine Tradition an die Weltspitze fahren können. Dadurch bringt er neue Spannung in den Ski-Weltcup.
Deutsche Fahrer ohne Spitzenplätze
Die deutschen Abfahrer konnten bei diesem Rennen nicht um die vorderen Plätze mitfahren. Thomas Dreßen, der nach langer Verletzungspause zurückgekehrt ist, erreichte das Ziel nicht. Andere Teamkollegen wie Josef Ferstl und Andreas Sander landeten ebenfalls außerhalb der besten Ränge.
Dieses Ergebnis in Gröden unterstreicht somit nicht nur die persönliche Sensation für Jan Zabystran, sondern zeigt auch die hohe Dichte und die Unvorhersehbarkeit im modernen Skirennsport. Ein Podestplatz ist selbst für etablierte Fahrer niemals eine Selbstverständlichkeit.
