Mein Real Schließungen: 9 Filialen machen endgültig dicht

Die deutsche Supermarktlandschaft ist ständig in Bewegung, allerdings bringen Veränderungen nicht nur neue Angebote, sondern auch Standortschließungen mit sich. Aktuell sind von solchen Maßnahmen neun Filialen der Kette „Mein Real“ betroffen, weshalb Kunden dort bald nicht mehr einkaufen können. Diese Entwicklung ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsprozesses, nachdem die Real-Kette zerschlagen wurde.

Hintergründe der Supermarkt-Schließungen bei Real

Die Supermarktkette Real durchläuft seit Längerem eine schwierige Phase, die bereits zur Übernahme vieler Standorte durch Wettbewerber wie Kaufland, Edeka oder Globus führte. Für die verbliebenen Filialen unter dem Namen „Mein Real“ wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Dieses Verfahren soll eine Sanierung ermöglichen, jedoch ist damit auch die Schließung unrentabler Märkte verbunden.

Der zuständige Sachwalter bestätigte, dass für 49 Standorte aussichtsreiche Verhandlungen mit der Rewe-Gruppe geführt werden. Dadurch könnten viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Für neun Filialen gab es jedoch keine positive Zukunftsprognose, weshalb sie endgültig geschlossen werden müssen.

Diese „Mein Real“-Filialen sind betroffen

Die Schließungen verteilen sich auf mehrere Bundesländer und treffen sowohl städtische als auch ländliche Regionen. Kunden müssen sich an diesen Standorten auf ein Ende des Betriebs einstellen, denn die betroffenen Märkte werden ihren Geschäftsbetrieb nicht fortführen. Eine Wiedereröffnung unter dem bisherigen Namen ist damit ausgeschlossen.

Folgende neun Filialen stehen vor der endgültigen Schließung:

  • Brandenburg an der Havel (Brielower Landstraße)
  • Erfurt (Gothaer Straße)
  • Frankfurt (Nordwestzentrum)
  • Gelsenkirchen (Emscherstraße)
  • Hagen (Vollbrinkstraße)
  • In-der-Weide (Saarbrücken)
  • Salzgitter-Thiede (Schäferwiese)
  • Böblingen (Röhrer Weg)
  • Duisburg-Großenbaum (Angerpark)

Was die Schließungen für Kunden und Mitarbeiter bedeuten

Für die Mitarbeiter der betroffenen Filialen bedeutet diese Entwicklung den Verlust ihres Arbeitsplatzes, da es für diese Standorte keine Übernahmeinteressenten gab. Die Kunden wiederum müssen sich nach neuen Einkaufsmöglichkeiten umsehen, während die Konkurrenz vor Ort möglicherweise von der Schließung profitiert.

Die verbleibenden „Mein Real“-Märkte sollen, sofern die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, künftig unter der Marke Rewe weitergeführt werden. Dadurch würde sich das Filialnetz von Rewe deutlich erweitern. Für die Kunden dieser Standorte bedeutet dies eine Umstellung auf ein neues Sortiment und neue Angebote.