Nach einem schweren Lkw-Unfall auf der A7 bei Seesen im Landkreis Goslar kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Süden vollständig gesperrt werden, denn die Aufräumarbeiten gestalten sich sehr aufwendig. Bei der Kollision wurden mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich bereits am gestrigen Tag auf regennasser Fahrbahn. Die Situation erfordert eine langwierige Sperrung, da die Fahrbahn stark beschädigt wurde und erneuert werden muss. Verkehrsteilnehmer müssen sich daher auf lange Umwege einstellen.
So kam es zu dem schweren Unfall
Auslöser der Kollision war laut Angaben der Autobahnpolizei ein 58-jähriger Autofahrer. Dieser verlor auf der nassen Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Ein direkt hinter ihm fahrender 26-jähriger Lkw-Fahrer leitete daraufhin ein Ausweichmanöver ein, um einen Zusammenstoß zu verhindern.
Durch dieses Manöver geriet der Lastwagen allerdings selbst auf den Grünstreifen. Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein schweres Fahrzeug, das dadurch ebenfalls ins Schleudern kam und schließlich in die mittlere Betonschutzwand prallte. Dieser Aufprall hatte verheerende Folgen für die Insassen des ursprünglich ins Schleudern geratenen Pkw.
Rettungshubschrauber im Einsatz nach Folgeunfall
Der 58-jährige Autofahrer wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass ihn ein Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus fliegen musste. Außerdem erlitt sein 65-jähriger Beifahrer ebenfalls schwere Verletzungen. Ob der 26-jährige Lkw-Fahrer leicht oder schwer verletzt wurde, ist derzeit noch unklar.
Das Unfallgeschehen war damit jedoch noch nicht beendet. Hinter dem ersten Lkw fuhr ein 41-jähriger Fahrer mit einem weiteren Lastwagen. Er kollidierte mit dem Auto einer 26-jährigen Frau, die ebenfalls versuchte, der unübersichtlichen Situation auszuweichen. Auch sie wurde schwer verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden, während der 41-jährige Lkw-Fahrer unverletzt blieb.
Infolge der Unfälle bildete sich schnell ein langer Stau. In diesem ereigneten sich laut Polizei mindestens drei weitere, leichte Verkehrsunfälle.
Aufwendige Bergung: A7-Sperrung dauert bis in den Nachmittag
Die A7 in Fahrtrichtung Süden bleibt nach Polizeiangaben noch mindestens bis 17:00 Uhr gesperrt. Die Bergung des verunfallten Lastwagens gestaltet sich als äußerst kompliziert, da große Mengen an Betriebsstoffen ausgelaufen sind. Diese müssen fachgerecht beseitigt werden, um Umweltschäden zu vermeiden.
Zusätzlich wurde die Fahrbahn durch den Aufprall und die auslaufenden Flüssigkeiten stark beschädigt. Der Asphalt muss deshalb auf einer größeren Fläche herausgefräst und komplett erneuert werden. Aufgrund der Bergungsarbeiten ist auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Norden die linke Überholspur im Bereich der Unfallstelle gesperrt.
Der Verkehr in Richtung Süden wird an der Anschlussstelle Rhüden abgeleitet, weshalb es auch auf den Umleitungsstrecken zu erheblichen Verzögerungen kommt. Den entstandenen Gesamtschaden schätzen die Behörden auf eine Summe von rund 150.000 €.
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