Lufthansa Touchscreen-Tisch: Das kann die neue Flugzeug-Technik

Die Lufthansa testet eine innovative Technologie in ihren Flugzeugen, die den herkömmlichen Klapptisch im Vordersitz in einen interaktiven Touchscreen verwandelt. Dieses neue System soll das Reiseerlebnis für Passagiere deutlich verändern, denn es integriert Unterhaltung und Servicefunktionen direkt in die Tischoberfläche. Dadurch wird der separate Bildschirm in der Rückenlehne überflüssig, was zu einer neuen Gestaltung der Kabine führen könnte.

So funktioniert der Touchscreen-Klapptisch

Die Neuerung basiert auf einer Entwicklung des niederländischen Unternehmens Aeronamic. Es hat einen Klapptisch namens „i-Tops“ konzipiert, dessen Oberfläche ein vollwertiger Touchscreen ist. Dieser Bildschirm funktioniert allerdings nur im ausgeklappten Zustand, während er im eingeklappten Zustand deaktiviert bleibt, um eine versehentliche Bedienung zu verhindern. Die Oberfläche besteht aus Gorilla-Glas, das als besonders robust und kratzfest gilt.

Das System ist direkt mit dem Bordcomputer des Flugzeugs verbunden und bietet Zugriff auf das sogenannte In-Flight-Entertainment. Darunter versteht man das gesamte Unterhaltungsangebot an Bord, wie Filme, Musik oder Spiele. Außerdem können Passagiere über den Touchscreen Getränke und Snacks bestellen oder sich Fluginformationen anzeigen lassen, was den Service an Bord beschleunigen könnte.

Welche Vorteile bietet die neue Technologie?

Der größte Vorteil des Touchscreen-Klapptisches liegt in der Platzersparnis. Da der bisherige Monitor in der Sitzlehne wegfällt, können die Sitze dünner konstruiert werden. Dadurch entsteht entweder mehr Beinfreiheit für die Passagiere oder es können mehr Sitzreihen im Flugzeug untergebracht werden. Die Fluggesellschaften erhalten somit mehr Flexibilität bei der Kabinenausstattung.

Zusätzlich verspricht die Integration der Funktionen eine intuitivere Bedienung für die Fluggäste. Während man isst oder arbeitet, bleibt der Bildschirm zugänglich, ohne dass man sich nach vorne beugen muss. Das System soll zudem stromsparend arbeiten, obwohl es eine hohe Helligkeit und Auflösung bietet. Ein integrierter Prozessor sorgt für eine flüssige Darstellung der Inhalte.

Anwendung und künftige Möglichkeiten

Die Lufthansa erprobt diese Technologie zunächst in einem Airbus A350. Falls sich das Konzept bewährt, könnte es zukünftig in weiteren Flugzeugen der Flotte zum Einsatz kommen. Die i-Tops-Tische sind so gestaltet, dass sie sich nahtlos in bestehende Sitze integrieren lassen und somit eine Nachrüstung erleichtern.

Zukünftig könnte die Funktionalität noch erweitert werden. Denkbar wären beispielsweise personalisierte Inhalte oder die Möglichkeit, eigene Geräte wie Smartphones oder Tablets direkt mit dem Tisch zu verbinden. Dadurch würde der Klapptisch zu einer zentralen Schnittstelle für Arbeit und Unterhaltung über den Wolken werden.