Erkältungsbad: So hilft es, doch niemals bei Fieber!

Ein warmes Erkältungsbad kann bei den ersten Anzeichen einer Erkältung wohltuend sein und Symptome lindern. Es ist jedoch wichtig zu wissen, wann man darauf verzichten sollte, denn unter bestimmten Umständen kann es den Körper zusätzlich belasten. Besonders bei Fieber ist ein Erkältungsbad keine gute Idee und kann sogar gefährlich werden.

Wie ein Erkältungsbad dem Körper hilft

Ein Erkältungsbad wirkt durch die Kombination von Wärme und speziellen pflanzlichen Zusätzen. Die Wärme des Wassers fördert die Durchblutung des gesamten Körpers, einschließlich der Schleimhäute in Nase und Rachen. Dadurch können die Abwehrzellen des Immunsystems schneller zu den betroffenen Stellen gelangen, um Krankheitserreger zu bekämpfen.

Zusätzlich steigen ätherische Öle, zum Beispiel aus Eukalyptus, Menthol oder Thymian, mit dem Wasserdampf auf. Das Einatmen dieser Dämpfe befeuchtet die Atemwege und kann festsitzenden Schleim in den Bronchien und Nasennebenhöhlen lösen. Dieser Effekt erleichtert das Abhusten und Durchatmen, während die Wärme gleichzeitig Gliederschmerzen lindern kann.

Der richtige Zeitpunkt und die richtige Anwendung

Für eine optimale Wirkung sollte ein Erkältungsbad direkt bei den ersten Anzeichen wie Frösteln, Niesen oder einem Kratzen im Hals genommen werden. Die Wassertemperatur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie sollte zwischen 32 und 38 Grad Celsius liegen, da zu heißes Wasser den Kreislauf zu stark belasten würde.

Die Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten, denn ein längeres Bad könnte den Körper auslaugen, anstatt ihn zu stärken. Nach dem Bad ist es außerdem wichtig, sich sofort warm anzuziehen und mindestens eine halbe Stunde auszuruhen. Diese Ruhephase unterstützt den Körper bei der Regeneration und verstärkt die positive Wirkung des Bades.

Achtung: Wann ein Erkältungsbad bei Fieber schadet

Das A und O ist, auf die eigene Körpertemperatur zu achten. Steigt die Temperatur auf 38,5 Grad Celsius oder höher, spricht man von Fieber. In diesem Zustand arbeitet der Körper bereits auf Hochtouren, um die Viren zu bekämpfen, und der Kreislauf ist stark beansprucht. Ein heißes Bad würde den Körper zusätzlich aufheizen und das Herz-Kreislauf-System extrem belasten.

Die Folge kann ein Kreislaufkollaps sein, weshalb bei Fieber strikt von einem Erkältungsbad abgeraten wird. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma oder niedrigem Blutdruck sollten vorsichtig sein und vor einem Bad ärztlichen Rat einholen. Für Säuglinge und Kleinkinder sind Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen ebenfalls ungeeignet, da sie die Atemwege reizen können.