Zwei belgische Künstler haben für eine ungewöhnliche Kunstaktion gesorgt, indem sie heimlich ein eigenes Gemälde in den Pariser Louvre schmuggelten. Die Aktion sollte auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, mit denen unbekannte Künstler konfrontiert sind, wenn sie versuchen, in der etablierten Kunstwelt Fuß zu fassen. Ihr Ziel war es, ihr Werk neben den weltberühmten Meisterwerken zu platzieren.
So gelang die Aktion im Museum
Die beiden Männer versteckten ihr kleines, selbst gemaltes Porträt unter ihrer Kleidung, um die Sicherheitskontrollen des weltberühmten Museums zu umgehen. Im Inneren des Louvre suchten sie dann einen geeigneten Platz für ihr Bild. Sie fanden eine leere Wand in einem der Säle und befestigten das mitgebrachte Kunstwerk dort kurzerhand mit doppelseitigem Klebeband.
Das Gemälde hing für eine kurze Zeit unbemerkt zwischen anderen Kunstwerken, bevor es vom Personal des Museums entdeckt wurde. Die Künstler filmten ihre gesamte Aktion und veröffentlichten das Video später im Internet. Dadurch erlangten sie schnell eine große Aufmerksamkeit für ihr Anliegen und ihre kreative Vorgehensweise.
Die Motivation hinter dem Schmuggel
Der Hauptgrund für dieses Vorgehen war ein Protest gegen die etablierte Kunstszene. Die Künstler wollten damit ein Zeichen setzen, da es für neue Talente oft sehr schwer ist, von Galerien und Museen wahrgenommen zu werden. Ihre Aktion kann daher als eine Form des Guerilla-Marketings für die eigene Kunst verstanden werden.
Während viele Menschen die Aktion als kreativ und mutig empfanden, zog sie auch Kritik auf sich. Der Louvre selbst hat sich zu dem Vorfall nicht öffentlich geäußert. Es bleibt unklar, ob die beiden Belgier mit Konsequenzen für ihr unerlaubtes Vorgehen rechnen müssen.
Tipps für junge Künstler
Für unbekannte Künstler gibt es verschiedene Wege, um auf sich aufmerksam zu machen. Eine professionelle Online-Präsenz ist heutzutage unerlässlich. Außerdem ist die Teilnahme an Wettbewerben und die Bewerbung bei kleineren, lokalen Galerien eine gute Möglichkeit, erste Ausstellungserfahrungen zu sammeln.
Der Aufbau eines Netzwerks ist ebenfalls entscheidend. Der Austausch mit anderen Künstlern, Kuratoren und Kunstliebhabern kann Türen öffnen. Allerdings sollte man dabei stets die legalen und ethischen Grenzen respektieren, anstatt auf unerlaubte Aktionen wie im Fall der Belgier zurückzugreifen.
