Nissan hat einen umfangreichen Rückruf gestartet, der weltweit mehr als 390.000 Fahrzeuge betrifft. Grund für diese Maßnahme ist eine mögliche Kurzschlussgefahr bei Nissan-Fahrzeugen, die unter bestimmten Umständen sogar zu einem Brand führen kann. Daher sollten betroffene Halter die Warnung ernst nehmen und umgehend prüfen, ob ihr Auto betroffen ist.
Die Aktion umfasst mehrere populäre Modelle des japanischen Herstellers. In Deutschland sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) über 37.000 Fahrzeuge von diesem Rückruf betroffen. Fahrzeughalter sollten deshalb aufmerksam die Informationen des Herstellers verfolgen.
Ursache und mögliche Risiken des Rückrufs
Das Kernproblem liegt in einer Kabeldurchführung im Motorraum. Durch Vibrationen während der Fahrt kann es vorkommen, dass die Isolierung eines Kabels am Motorlüfter beschädigt wird. Dadurch entsteht die Gefahr eines Kurzschlusses, der im schlimmsten Fall einen Fahrzeugbrand auslösen kann.
Nissan hat betont, dass bisher keine Unfälle mit Personen- oder Sachschäden im Zusammenhang mit diesem Mangel bekannt geworden sind. Dennoch ist die vorsorgliche Reparatur entscheidend, um die Sicherheit der Insassen und anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die Reparatur in der Werkstatt ist für die Kunden kostenlos und dauert in der Regel nur kurz.
Diese Modelle sind von der Kurzschlussgefahr bei Nissan betroffen
Der Rückruf konzentriert sich auf verschiedene Modelle, die in einem bestimmten Zeitraum produziert wurden. Insbesondere die beliebten SUV-Modelle sind Teil der weltweiten Aktion. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen 2022 und 2024 hergestellt.
- Nissan Qashqai: Dieses Modell ist eine der tragenden Säulen im europäischen Angebot von Nissan.
- Nissan X-Trail: Auch der größere SUV der Marke ist von dem potenziellen Defekt betroffen.
- Nissan Townstar: Der Hochdachkombi, der sowohl für Familien als auch für gewerbliche Zwecke genutzt wird, gehört ebenfalls dazu.
Die genauen Produktionszeiträume können je nach Modell variieren. Daher ist eine individuelle Prüfung für jeden Fahrzeughalter unumgänglich.
So können Sie prüfen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist
Nissan wird die Halter der betroffenen Fahrzeuge direkt per Post informieren. In diesem Schreiben werden alle notwendigen Schritte erklärt und die Fahrzeughalter werden gebeten, einen Termin mit einer autorisierten Vertragswerkstatt zu vereinbaren. Der interne Code für diese Rückrufaktion lautet R24A8.
Wer nicht auf das offizielle Schreiben warten möchte, kann auch selbst aktiv werden. Eine Möglichkeit ist die Online-Prüfung über die Website des Herstellers, wo man mithilfe der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) eine Abfrage starten kann. Alternativ gibt auch der Nissan-Kundendienst oder die nächste Vertragswerkstatt Auskunft darüber, ob ein Fahrzeug umgerüstet werden muss.
