Der Entwickler des bekannten Task-Managers, Dave Plummer, äußert sich besorgt über den aktuellen Zustand von Windows 11. Er empfiehlt Nutzern einen radikalen Schritt, um die Leistung des Betriebssystems wiederherzustellen, da sich über die Zeit viele überflüssige Daten und Prozesse ansammeln. Seiner Meinung nach benötigt Windows 11 eine Art „Service Pack“, um wieder optimal zu funktionieren.
Das Problem: Warum wird Windows 11 langsamer?
Viele Nutzer stellen fest, dass ihr Computer mit Windows 11 nach einiger Zeit an Geschwindigkeit verliert. Der Grund dafür ist oft die Ansammlung von Datenmüll, unnötigen Programmen im Autostart und fehlerhaften Einträgen in der Registrierungsdatenbank. Diese sogenannte „Windows-Fäulnis“ oder „Software-Rot“ verlangsamt das System, weil der Computer bei jedem Start mehr Prozesse laden und verwalten muss.
Außerdem führen regelmäßige Updates und die Installation neuer Software dazu, dass sich immer mehr Altlasten im System festsetzen. Dadurch werden nicht nur Systemressourcen wie Arbeitsspeicher und Prozessorleistung unnötig belegt, sondern auch die allgemeine Stabilität kann darunter leiden. Plummer vergleicht diesen Zustand mit einem alten Auto, das dringend eine Generalüberholung benötigt.
Plummers Lösung: Ein „Service Pack“ für Windows 11
Früher gab es für Windows sogenannte „Service Packs“. Das waren große Update-Pakete, die nicht nur neue Funktionen brachten, sondern das System auch von Grund auf bereinigten und optimierten. Plummer argumentiert, dass eine solche umfassende Wartung auch für Windows 11 notwendig wäre, um die angehäuften Probleme zu beheben.
Da Microsoft eine solche Lösung derzeit nicht anbietet, schlägt der Experte eine radikale, aber effektive Methode vor: die Neuinstallation des Betriebssystems. Anstatt das System nur zurückzusetzen, empfiehlt er, Windows 11 komplett neu von einem Installationsmedium, wie einem USB-Stick, zu installieren. Dies stellt sicher, dass alle alten Daten und Fehlerquellen restlos entfernt werden.
Anleitung: Windows 11 neu installieren und optimieren
Eine Neuinstallation mag kompliziert klingen, ist aber mit der richtigen Vorbereitung gut machbar. Zuerst sollten alle wichtigen persönlichen Daten auf einer externen Festplatte oder in der Cloud gesichert werden, denn bei diesem Prozess wird die Festplatte vollständig gelöscht. Anschließend benötigt man das „Media Creation Tool“ von der offiziellen Microsoft-Webseite, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.
Nachdem der Computer von diesem Stick gestartet wurde, führt ein Assistent durch die Installation. Der entscheidende Schritt ist, die vorhandene Festplattenpartition zu löschen und Windows auf einem „sauberen“ Laufwerk zu installieren. Dadurch wird ein frisches und leistungsfähiges System ohne Altlasten aufgesetzt, das wieder seine volle Geschwindigkeit entfalten kann.
