Bakkens Tod wurde durch einen Herzstillstand verursacht. Obwohl die genauen Umstände noch untersucht werden, gehen die norwegischen Behörden davon aus, dass die Nutzung der Maske eine Rolle gespielt haben könnte. Sein Trainer bestätigte, dass der junge Athlet die Maske zur Simulation von Höhentraining verwendete, eine Methode, die im Leistungssport nicht unüblich ist.
Funktionsweise und Risiken von Höhentrainingsmasken
Eine Höhentrainingsmaske, auch als Atemwiderstandsmaske bekannt, reduziert die Sauerstoffzufuhr beim Atmen. Dadurch soll der Körper angeregt werden, mehr rote Blutkörperchen zu produzieren, was die Sauerstoffaufnahme und somit die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern kann. Dieses Prinzip simuliert die Bedingungen in großer Höhe, wo die Luft „dünner“ ist.
Allerdings birgt die künstliche Sauerstoffreduktion erhebliche Gefahren. Experten warnen davor, dass eine zu starke Drosselung der Luftzufuhr zu einer akuten Unterversorgung des Körpers führen kann. Dies kann insbesondere bei hoher körperlicher Belastung oder bei unbemerkten gesundheitlichen Vorbelastungen zu schweren Komplikationen wie einem Herzstillstand führen.
Tod durch Höhentrainingsmaske: Was Sportler beachten sollten
Der norwegische Biathlon-Verband äußerte sich schockiert und betonte, dass er die Verwendung solcher Masken nicht empfiehlt. Stattdessen setzt der Verband auf traditionelles Höhentraining in den Bergen unter kontrollierten Bedingungen. Dort passt sich der Körper langsam und natürlich an die veränderten Umweltbedingungen an.
Sportmediziner raten generell zur Vorsicht bei der Nutzung von Geräten, die in die körpereigenen Regulationssysteme eingreifen. Vor dem Einsatz einer Höhentrainingsmaske sollte daher unbedingt eine sportärztliche Untersuchung stattfinden, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Außerdem ist eine fachkundige Einweisung und Überwachung während des Trainings entscheidend, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
