Das Golfturnier The American Express in Kalifornien spitzt sich nach der dritten Runde dramatisch zu. Der Südkoreaner Si-Woo Kim hat sich mit einer beeindruckenden Leistung an die Spitze des Feldes gesetzt, allerdings beträgt sein Vorsprung nur einen einzigen Schlag. Dicht auf den Fersen sind ihm der Weltranglistenerste Scottie Scheffler aus den USA und der erst 18-jährige Newcomer Blades Brown, wodurch ein spannendes Finale garantiert ist.
Kim, der das Turnier bereits in der Vergangenheit gewinnen konnte, beendete den Tag mit einem Gesamtergebnis von 22 unter Par. Seine Erfahrung und Gelassenheit scheinen ihm dabei zugutezukommen, denn er konzentriert sich nach eigener Aussage voll auf das Spiel selbst und nicht auf den möglichen Sieg. Diese mentale Stärke könnte im entscheidenden Moment den Unterschied ausmachen.
Si-Woo Kim übernimmt die Führung
Am dritten Spieltag zeigte Si-Woo Kim eine herausragende Leistung auf dem Platz des La Quinta Country Club. Er spielte eine 66er-Runde, was sechs Schlägen unter dem Platzstandard (Par) entspricht. Seine Scorekarte wies insgesamt sieben Birdies, also Schläge unter Par, und nur ein einziges Bogey, einen Schlag über Par, auf. Diese nahezu fehlerfreie Runde katapultierte ihn an die alleinige Spitze des Leaderboards.
Besonders seine Konstanz und Präzision waren an diesem Tag der Schlüssel zum Erfolg. Während andere Spieler mit den Bedingungen zu kämpfen hatten, fand Kim seinen Rhythmus und nutzte seine Chancen konsequent. Seine Strategie, sich nicht vom Druck des Sieges leiten zu lassen, sondern jeden Schlag zu genießen, scheint sich voll auszuzahlen.
Scheffler und Teenager Brown lauern auf ihre Chance
Nur einen Schlag hinter dem Führenden teilen sich Scottie Scheffler und der junge Blades Brown den zweiten Platz mit 21 unter Par. Scheffler, die aktuelle Nummer eins der Welt, bestreitet bei diesem Turnier seinen ersten Auftritt auf der PGA Tour in dieser Saison. Er beendete seine Runde auf dem anspruchsvollen Pete Dye Stadium Course mit einer 68, also vier unter Par. Dabei gelangen ihm sechs Birdies, er musste jedoch auch zwei Bogeys hinnehmen.
Scheffler merkte an, dass der Wind eine Herausforderung darstellte, zeigte sich aber insgesamt zufrieden mit seiner Leistung. Er betonte, dass er für die Finalrunde noch etwas präziser agieren müsse, um den Sieg zu erringen. Seine enorme Qualität und sein Kampfgeist machen ihn zu einem der Top-Favoriten für den Titel.
Für die Sensation des Tages sorgte jedoch der 18-jährige Blades Brown. Er spielte ebenfalls eine 68er-Runde und bewies dabei Nerven aus Stahl. Mit einem Sieg würde er zum zweitjüngsten Gewinner in der Geschichte der PGA Tour werden. Besonders beeindruckend war sein Finish, denn er erzielte auf den letzten drei Löchern jeweils ein Birdie und lochte am 18. Grün einen Putt aus über 13 Metern Entfernung ein. Brown erklärte, dass er die Atmosphäre und den Adrenalinkick bei großen Turnieren liebt und genau für solche Momente trainiert.
Eine Besonderheit beim The American Express Golf
Das Turnierformat weist eine ungewöhnliche Struktur auf, die für zusätzliche Abwechslung sorgt. In den ersten drei Runden spielen die Profis auf drei unterschiedlichen Plätzen. Dieser Wechsel stellt die Spieler vor die Aufgabe, sich täglich auf neue Gegebenheiten, Grüns und Platz-Layouts einzustellen.
So absolvierte der Führende Si-Woo Kim seine dritte Runde auf dem Kurs des La Quinta Country Club, während seine direkten Verfolger Scheffler und Brown auf dem Pete Dye Stadium Course antraten. Diese unterschiedlichen Bedingungen können die Ergebnisse beeinflussen und machen einen direkten Vergleich der Tagesleistungen schwierig. Erst in der Finalrunde treffen alle verbliebenen Spieler auf demselben Platz aufeinander, um den Sieger zu ermitteln.
Spannung vor der Finalrunde in Kalifornien
Die Ausgangslage für den Schlusstag könnte kaum fesselnder sein. Mit einem minimalen Vorsprung von nur einem Schlag ist für Si-Woo Kim noch nichts entschieden. Die Erfahrung des ehemaligen Champions trifft auf die Dominanz des Weltranglistenersten Scottie Scheffler und die jugendliche Unbekümmertheit von Blades Brown.
Auch weitere Spieler wie Wyndham Clark und Eric Cole liegen mit 20 unter Par nur knapp zurück und haben ebenfalls noch realistische Siegchancen. Die Zuschauer können sich daher auf einen hochklassigen und packenden Kampf um den Titel beim The American Express freuen, bei dem jeder Schlag entscheidend sein kann.
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