Schulausfall Niedersachsen: Das gilt jetzt in diesen Kreisen

Starker Schneefall und spiegelglatte Straßen sorgen in mehreren niedersächsischen Landkreisen für erhebliche Beeinträchtigungen. Aus Sicherheitsgründen findet daher in einigen Regionen kein regulärer Schulunterricht statt. Dieser umfassende Schulausfall wegen Schnee und Glätte betrifft Tausende Schülerinnen und Schüler, weshalb die Behörden entsprechende Maßnahmen ergriffen haben.

Die Wetterlage bleibt angespannt, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit weiterem Neuschnee von bis zu sechs Zentimetern. Da die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken, besteht außerdem die Gefahr von Sprüh- oder Eisregen. Dies verschärft die Glätte auf Straßen und Gehwegen zusätzlich.

Betroffene Landkreise und Regelungen im Detail

Die witterungsbedingten Schulausfälle betreffen die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln-Pyrmont und Helmstedt. In diesen Gebieten wurde der Präsenzunterricht für alle allgemeinbildenden Schulen abgesagt. Das schließt Grundschulen, weiterführende Schulen wie Oberschulen oder Gymnasien sowie Förderschulen mit ein.

Für die berufsbildenden Schulen gilt allerdings eine andere Regelung. Die zuständigen Behörden ordneten hier flächendeckend Distanzunterricht an, sodass der Unterricht digital stattfindet. Im Landkreis Hameln-Pyrmont erhielten die Schulen zudem die Freiheit, selbstständig zu entscheiden, ob auch die übrigen Jahrgänge im Home-Schooling unterrichtet werden.

Sicherheit im Schülerverkehr hat oberste Priorität

Die Entscheidung für den Unterrichtsausfall wurde primär aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials im Straßenverkehr getroffen. Die Behörden betonen, dass die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg nicht mehr gewährleistet werden kann. Besonders der öffentliche Nahverkehr und die Schülerbeförderung sind stark beeinträchtigt.

So teilte der Landkreis Celle mit, dass die Schülerbusse den Betrieb für den gesamten Tag eingestellt haben. Im Landkreis Helmstedt verschlechterte sich die Lage am Morgen zusehends, weshalb zahlreiche Busse ihre Routen gar nicht erst antraten oder unterwegs liegenblieben. Diese Umstände machen einen sicheren Transport zur Schule unmöglich.

Was Eltern jetzt wissen müssen: Betreuung und Informationswege

Obwohl der reguläre Unterricht ausfällt, gewährleisten die Schulen eine Notbetreuung. Eltern, die ihre Kinder dennoch zur Schule bringen, können sicher sein, dass diese dort beaufsichtigt werden. Diese Maßnahme soll Familien entlasten, die kurzfristig keine alternative Betreuung organisieren können.

Für aktuelle Informationen sollten Eltern die offiziellen Kanäle der Landkreise und die Warn-Apps im Auge behalten. Oft werden Entscheidungen über Schulausfälle sehr kurzfristig am frühen Morgen getroffen, da sie von der nächtlichen Wetterentwicklung abhängen. Die Polizei warnt unterdessen landesweit vor gefährlicher Glätte und rät, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden.

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