Brandstiftung Campingpark Geyer – Polizei fahndet nach Tätern

In der sächsischen Stadt Geyer erschüttert ein verheerender Brand die Gemeinde, denn in einem Campingpark an der Thumer Straße sind 27 Parzellen und Campingwagen komplett zerstört worden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 21. Dezember 2025. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung im Geyer Campingpark und sucht dringend nach Zeugen für die Tat.

Das Ausmaß des Großbrandes

Gegen 1:30 Uhr nachts ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Als die ersten Kräfte eintrafen, standen bereits mehrere Bungalows und Wohnwagen in Flammen. Daraufhin wurde ein Großeinsatz ausgelöst, an dem sich mehr als 90 Einsatzkräfte von insgesamt sieben Feuerwehren beteiligten.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin, während die Rettungskräfte unermüdlich gegen das Feuer ankämpften. Außerdem unterstützte das Technische Hilfswerk (THW) den Einsatz aus der Luft mit Drohnen, um einen besseren Überblick über die Brandherde zu erhalten. Letztlich konnten die Flammen zwar gelöscht werden, doch 27 Parzellen fielen dem Feuer zum Opfer.

Ermittlungen deuten auf gezielte Tat hin

Die Kriminalpolizei Chemnitz geht nach ersten Untersuchungen von einer vorsätzlichen Tat aus. Ein entscheidendes Indiz dafür ist, dass das Feuer an mehreren voneinander unabhängigen Stellen auf dem Campinggelände gleichzeitig ausbrach. Dies deutet stark darauf hin, dass der oder die Täter gezielt gehandelt haben.

Zusätzlich stützen forensische Auswertungen der Spuren am Brandort diesen Verdacht. Deshalb fahndet die Polizei nun öffentlich wegen Brandstiftung und hat den Fall auch im MDR-Magazin „Kripo live“ vorgestellt, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen und mögliche Zeugen zu finden.

Gefährlicher Einsatz für die Rettungskräfte

Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Feuerwehrleute als besonders riskant. Der Grund dafür war eine große Anzahl von Propangasflaschen, die in den Bungalows und Wohnwagen gelagert wurden. Propangas wird von den Pächtern häufig zum Heizen und Kochen verwendet und stellt bei einem Brand eine erhebliche Explosionsgefahr dar.

Einsatzleiter Lars Seidenglanz von der Feuerwehr Zwönitz erklärte, dass seine Teams Dutzende dieser Flaschen aus den brennenden und einsturzgefährdeten Gebäuden bergen mussten. Erschwerend kam hinzu, dass einige der Gasflaschen bereits Feuer gefangen hatten, was die Situation zusätzlich verschärfte und ein schnelles, aber umsichtiges Handeln erforderte.

Brandstiftung im Geyer Campingpark: Polizei bittet um Mithilfe

Trotz des Ausmaßes der Zerstörung gab es auch eine gute Nachricht: Obwohl einige Pächter die Nacht auf dem Gelände verbrachten, wurde niemand verletzt. Konstantinos Apostolopoulos, der Geschäftsführer des Campingparks Greifensteine, zeigte sich erleichtert, dass kein Personenschaden zu beklagen ist.

Allerdings ist der finanzielle Schaden immens. Nach ersten Schätzungen beläuft er sich auf mindestens 500.000 €. Besonders bitter ist die Situation für viele der Pächter, denn die wenigsten von ihnen waren gegen Brandschäden versichert. Sie haben oft über Jahre hinweg ihre Ersparnisse in ihre Parzellen investiert und stehen nun vor dem Nichts.

Um die Aufklärung der Tat voranzutreiben, hat der Parkbetreiber eine Belohnung in Höhe von 1.000 € ausgesetzt. Diese Geldprämie soll an Personen gehen, deren sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters führen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Brandstiftung im Geyer Campingpark.

Zeugen, die in der Tatnacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Chemnitz unter der Telefonnummer 0371 387 34 48 zu melden. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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