Die beeindruckende Serie des FC Hansa Rostock ist gerissen. Nach zwölf ungeschlagenen Partien in der 3. Liga musste sich das Team von Trainer Daniel Brinkmann am Sonnabend dem FC Ingolstadt geschlagen geben, denn haarsträubende individuelle Fehler führten zu einer verdienten 0:3-Heimniederlage. Diese erste Pflichtspielpleite seit Ende September ist ein deutlicher Rückschlag für die Ambitionen des Vereins.
Obwohl der Rasen im Ostseestadion durch eisige Bedingungen schwer bespielbar war, mangelte es den Rostockern vor allem an Konzentration und Konsequenz. Der FC Ingolstadt zeigte sich in diesen Bereichen überlegen und nutzte die Fehler der Gastgeber eiskalt aus, weshalb die Niederlage auch in der Höhe verdient war.
Individuelle Fehler brechen Hansa das Genick
Nach einer ereignisarmen Anfangsphase nahm die Partie Fahrt auf, allerdings mit einem Paukenschlag für die Gäste. Zuerst scheiterte Ryan Naderi für Hansa noch am Ingolstädter Torwart Kai Eisele, doch nur einen Moment später bestrafte der FCI einen schweren Fehler im Rostocker Spielaufbau. Mit nur zwei Pässen hebelten die „Schanzer“ die Defensive aus, sodass Marcel Costly den Ball zum 0:1 durch die Beine von Torhüter Benjamin Uphoff schob (21.).
Die Unsicherheit in der Rostocker Hintermannschaft hielt an, dadurch ergaben sich weitere Gelegenheiten für Ingolstadt. Ein unbedrängter Fehlpass von Torwart Uphoff landete direkt bei Costly, dessen Fernschuss das Tor nur knapp verfehlte. Wenig später war es erneut der Hansa-Schlussmann, der im Zentrum des Geschehens stand, als er eine Flanke von Costly nicht entscheidend klären konnte. Max Besuschkow nutzte die Situation und traf per Direktabnahme in das verwaiste Tor zum 0:2-Pausenstand (35.).
Vergebene Chancen und ein Traumtor entscheiden die Partie
Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten sich die Gastgeber zwar verbessert und drängten auf den Anschlusstreffer, allerdings ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Die größte Möglichkeit vergab erneut Ryan Naderi, als er einen freien Ball aus nur einem Meter an das Bein des stark reagierenden Keepers Eisele schoss (54.). Dieser Fehlschuss war symptomatisch für die fehlende Durchschlagskraft der Rostocker an diesem Tag.
Obwohl Hansa Rostock über weite Strecken mehr Ballbesitz hatte, fehlten die zündenden Ideen in der Offensive. Ingolstadt agierte währenddessen weiterhin hochkonzentriert und setzte den entscheidenden Nadelstich. Nach einer gelungenen Kombination fasste sich Marcel Costly aus gut 20 Metern ein Herz und beförderte den Ball unhaltbar in den rechten Torwinkel (68.). Dieses Traumtor besiegelte die Hansa-Niederlage endgültig.
Ein Dämpfer für die Aufstiegsambitionen
Die deutliche Heimniederlage gegen einen direkten Konkurrenten ist ein herber Dämpfer für die Aufstiegspläne des FC Hansa Rostock. Die lange Serie ohne Niederlage hatte für Selbstvertrauen gesorgt, doch die Art und Weise der Pleite wirft nun Fragen auf. Es war die erste Niederlage seit dem 1:3 gegen Energie Cottbus Ende September.
Bereits am kommenden Sonntag bietet sich für die Mecklenburger die Chance zur Wiedergutmachung. Dann tritt die Mannschaft auswärts bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim an. Dort will das Team von Daniel Brinkmann nicht nur eine Reaktion zeigen, sondern auch den Grundstein für eine neue erfolgreiche Serie legen.
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