Ein tödlicher Unfall an einem Bahnübergang, der kritische Zustand eines Opfers nach einer Messerattacke und Streiks im Gesundheitswesen gehören zu den wichtigsten Nachrichten aus Baden-Württemberg. Außerdem beschäftigt die Menschen im Land weiterhin die Frage, warum immer mehr junge Familien den Städten den Rücken kehren.
Tödlicher Unfall an Bahnübergang in Mengen
In Mengen-Ennetach im Kreis Sigmaringen kam es am späten Abend zu einem tragischen Unglück. Ein 23-jähriger Mann versuchte, mit seinem Auto einen Bahnübergang zu überqueren, als eine Regionalbahn das Fahrzeug erfasste. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw vollständig zerstört.
Der junge Fahrer verstarb noch am Unfallort. Die Lokführerin des Zuges, der auf dem Weg von Sigmaringen nach Ulm war, erlitt Verletzungen. Glücklicherweise blieben die acht Fahrgäste im Zug unverletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Infolgedessen war die Bahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt.
Zustand des Opfers von Ulmer Messerangriff weiter kritisch
Knapp drei Wochen nach einem Messerangriff in Ulm schwebt das lebensgefährlich verletzte Opfer weiterhin in Gefahr. Der 25-jährige Mitarbeiter eines Elektronikmarktes musste sich zahlreichen Operationen unterziehen, weshalb sein Zustand laut Staatsanwaltschaft kritisch bleibt. An eine baldige Entlassung aus dem Krankenhaus ist daher nicht zu denken.
Bei dem Angriff im Januar wurde ein weiterer Mitarbeiter leicht verletzt. Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger Mann aus Eritrea, wurde von der Polizei durch Schüsse gestoppt und befindet sich in Untersuchungshaft in einer Klinik. Bisher hat er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert, obwohl er bereits mehrfach im Gefängnis saß und ein Ausweisungsantrag gegen ihn vorlag.
Junge Familien verlassen die Städte
Ein deutlicher Trend zeichnet sich in Baden-Württemberg ab: Junge Familien ziehen zunehmend aus den großen Städten ins Umland. Allein Stuttgart hat seit 2020 rund 30.000 Einwohner in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen sowie deren Kinder durch Umzüge in benachbarte Kreise verloren. Diese Entwicklung ist allerdings kein Einzelfall im Land.
Die Gründe für diese Stadtflucht sind vielfältig und wurden vom SWR Data Lab in einer detaillierten Analyse untersucht. Hohe Lebenshaltungskosten, der Wunsch nach mehr Platz und einem Leben im Grünen sind oft entscheidende Faktoren für die Abwanderung.
Weitere aktuelle Nachrichten aus Baden-Württemberg
Neben den großen Ereignissen prägen weitere Meldungen den Tag im Land. Von Tarifkonflikten über Kriminalfälle bis hin zu politischen Debatten gibt es zahlreiche Entwicklungen.
- Streiks in Psychiatrien: In Bad Schussenried und Ravensburg-Weissenau haben Beschäftigte der Zentren für Psychiatrie erneut ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di fordert im laufenden Tarifkonflikt sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro monatlich zusätzlich.
- Angriff auf Joggerin in Lörrach: Eine 26-jährige Frau wurde beim Joggen von zwei Männern attackiert. Einer der Täter biss ihr ins Bein, nachdem sie ihn beim Ausweichen leicht gestreift hatte. Passanten griffen ein und hielten den aggressiven Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.
- Wirtschaft in Rhein-Neckar erholt sich: Laut einer Konjunkturumfrage der IHK gibt es erste positive Signale für die Wirtschaft in der Region. Insbesondere die IT- und Finanzbranche stabilisieren die Lage, während der Einzelhandel weiterhin unter der Kaufzurückhaltung der Verbraucher leidet.
- Debatte um Wolfsabschuss: Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich überrascht von der emotionalen Debatte um die Abschussgenehmigung für einen Wolf an der Hornisgrinde. Er wies den Vorwurf zurück, die Entscheidung sei ein Wahlkampfmanöver gewesen.
- Unfälle auf A8-Tunnel bei Pforzheim: Im neuen Lärmschutztunnel auf der A8 ereigneten sich seit der Eröffnung mehrere Unfälle. Die Polizei vermutet als Ursache zu geringen Sicherheitsabstand und fordert zusätzliche Warnsignale, da bei einem Unfall die gesamte Röhre gesperrt werden muss.
Politik, Sport und Wetter im Überblick
Auch die Landespolitik bereitet sich auf die anstehende Wahl vor, während im Sport der DFB-Pokal für Spannung sorgt. Das Wetter erfordert morgens besondere Vorsicht im Straßenverkehr.
Die SPD hat ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl vorgestellt und setzt auf kostenfreie Bildung, sichere Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit. Damit hofft die Partei auf ein zweistelliges Ergebnis. Im DFB-Pokal zog Bayer Leverkusen souverän ins Halbfinale ein, während der VfB Stuttgart heute Abend bei Holstein Kiel antreten muss.
Das Wetter in Baden-Württemberg bleibt wechselhaft. Am Morgen besteht aufgrund von Temperaturen zwischen 0 °C und -5 °C verbreitet Glättegefahr. Tagsüber steigen die Temperaturen auf milde 1 °C bis 10 °C, es bleibt jedoch überwiegend bewölkt.
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