In einem packenden Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga feierten die BR Volleys einen wichtigen Auswärtserfolg. Zum Rückrundenauftakt gelang den Berlinern im dritten Anlauf der erste Saisonsieg gegen den VfB Friedrichshafen. Die Hauptstädter setzten sich nach einem intensiven Duell mit 3:1 (25:19, 22:25, 25:16, 37:35) durch und sicherten sich damit drei entscheidende Punkte im Kampf um die Tabellenspitze. Dieser BR Volleys Sieg Friedrichshafen war nicht nur eine Revanche für frühere Niederlagen, sondern auch eine wichtige Weichenstellung für das kommende Topspiel.
Die Begegnung in der SPACETECH ARENA stand unter besonderen Vorzeichen, denn erst kürzlich hatten sich beide Teams ein Fünf-Satz-Match im DVV-Pokal geliefert. Während beim VfB Tim Peter fehlte, mussten die Berliner weiterhin auf Nehemiah Mote verzichten. Beide Mannschaften starteten konzentriert in die Partie, wodurch sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel entwickelte.
Der Spielverlauf: Ein Duell auf Augenhöhe
Im ersten Satz verschafften sich die BR Volleys durch taktisch kluge Aufschläge und einen soliden Block erste Vorteile. Ein erfolgreicher Block von Matthew Knigge brachte früh eine kleine Führung (5:3). Außerdem präsentierten sich die Gäste in der Annahme sehr stabil, was Friedrichshafen wenig Angriffsfläche bot. Durch zwei Asse von Knigge und Jake Hanes bauten die Berliner ihren Vorsprung kontinuierlich aus und gewannen den Satz souverän mit 25:19.
Der zweite Durchgang erinnerte allerdings an das vorangegangene Pokalspiel, denn die Berliner verloren zwischenzeitlich den Faden. Friedrichshafen erhöhte den Druck, während bei den BR Volleys der Zugriff in Block und Abwehr nachließ. Diagonalangreifer van Buren sorgte für einen ersten Zwei-Punkte-Rückstand (11:13), den die Gastgeber durch starke Aufschläge weiter ausbauten. Trotz der Einwechslung von Nolan Flexen konnte der Satzverlust nicht mehr verhindert werden, sodass Friedrichshafen mit 22:25 ausglich.
Die Wende durch MVP Nolan Flexen
Für den dritten Satz stellte Headcoach Joel Banks weiterhin auf Nolan Flexen, was sich als goldrichtige Entscheidung erwies. Der US-Amerikaner brachte nicht nur frische Energie, sondern auch spielerisch neue Elemente ein. Er punktete mit einem Block zum 4:2 und war kurz darauf erfolgreich im Angriff. Während die Gastgeber nun vermehrt einfache Fehler machten, dominierten die Berliner das Geschehen klar und entschieden den Satz deutlich mit 25:16 für sich.
Ein Krimi im vierten Satz sichert den Sieg
Der vierte Satz entwickelte sich zu einem wahren Volleyball-Krimi, denn die Berliner ließen diesmal nicht nach. Angeführt von einem emotionalen Jake Hanes und einem punktenden Nolan Flexen erspielte sich das Team eine Führung von 16:12. Jedoch leitete eine starke Aufschlagserie von Friedrichshafens Maciel eine packende Schlussphase ein, in der die Gastgeber zum 16:16 ausglichen. In der Folge erarbeitete sich der VfB insgesamt acht Satzbälle, um einen Tiebreak zu erzwingen.
Die BR Volleys bewiesen jedoch Nervenstärke und wehrten alle Chancen ab. Ein Ass von Zuspieler Fedor Ivanov kippte das Momentum schließlich zugunsten der Gäste. Mit ihrem fünften Matchball beendeten die Berliner den dramatischen Satz mit einem außergewöhnlichen Ergebnis von 37:35 und feierten den umjubelten Gesamtsieg.
Schlüsselspieler und die Bedeutung für die Tabelle
Als Matchwinner ragten neben dem späteren MVP Nolan Flexen besonders zwei Spieler heraus. Topscorer wurde Jake Hanes mit 19 Punkten, während Mittelblocker Florian Krage-Brewitz eine herausragende Leistung mit 18 Punkten, vier Assen und drei Blocks zeigte. Seine Angriffsquote von 79 % war dabei außergewöhnlich stark.
Durch diesen Erfolg distanzieren die BR Volleys den VfB Friedrichshafen in der Tabelle auf acht Punkte und klettern vorerst auf den zweiten Platz. Damit schaffen sie sich eine exzellente Ausgangsposition für das nächste Spitzenspiel. Bereits in einer Woche empfangen sie die SWD powervolleys Düren in der Max-Schmeling-Halle zu einem weiteren richtungsweisenden Duell.
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