Die Region Basel war in den vergangenen Wochen Schauplatz zahlreicher polizeilicher Einsätze, die von Gewaltdelikten über Raubüberfälle bis hin zu schweren Verkehrsunfällen reichten. Die Behörden in Basel-Stadt, Baselland sowie im angrenzenden deutschen Raum waren stark gefordert, denn die Vorfälle hielten sowohl die Ermittler als auch die Rettungskräfte in Atem. Ein Überblick über die wichtigsten Polizeimeldungen Region Basel zeigt die Bandbreite der Ereignisse.
Gewaltdelikte und Überfälle beschäftigen die Polizei
In Bubendorf kam es zu einem schweren Beziehungsdelikt, bei dem eine 34-jährige Frau durch mehrere Stiche mit einem gefährlichen Gegenstand verletzt wurde. Die Polizei Basel-Landschaft konnte den mutmasslichen 40-jährigen Täter nach einer kurzen Fahndung festnehmen, während das Opfer ins Spital gebracht werden musste und sich glücklicherweise ausser akuter Lebensgefahr befindet. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eingeleitet, um den genauen Tathergang zu klären.
Auch im Basler Clara-Quartier ereignete sich ein Raubüberfall, der mit einer tätlichen Auseinandersetzung eskalierte. Zwei Unbekannte entwendeten zunächst den Rucksack einer Frau, woraufhin die Opfer die Verfolgung aufnahmen. Am Claraplatz griff einer der Täter die Verfolger an und verletzte eine Person, bevor beide Täter mit der Beute flüchteten. Dank einer sofortigen Fahndung konnte die Kantonspolizei Basel-Stadt jedoch zwei Tatverdächtige festnehmen.
Weitere Vorfälle ereigneten sich in Lörrach und Augst. In Lörrach wurden zwei Jugendliche bei einem Streit durch einen Reizgas-Angriff leicht verletzt, während in Augst eine 62-jährige Frau im Treppenhaus mit Pfefferspray attackiert und ausgeraubt wurde. In beiden Fällen bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung, um die flüchtigen Täter zu ermitteln. Für entscheidende Hinweise im Fall Augst ist sogar eine Belohnung von bis zu 3000 Franken ausgesetzt.
Adressbuchschwindel: Anklage wegen Betrugs in großem Stil
Ein besonderes Augenmerk legte die Staatsanwaltschaft Baselland auf einen Fall von organisiertem Betrug. Anklage wurde gegen einen 20-jährigen Schweizer erhoben, der mit der Masche des sogenannten Adressbuchschwindels über 120’000 Franken ergaunert haben soll. Er verschickte unter einem fiktiven Firmennamen Scheinrechnungen im Wert von mindestens 1,3 Millionen Franken an fast 10’000 Personen.
Beim Adressbuchschwindel, einer Form des Registerbetrugs, gehen die Täter systematisch vor. Sie durchsuchen amtliche Register, wie das Handelsregister, nach Neueinträgen und senden den Firmen dann Rechnungen für nutzlose Einträge in private Verzeichnisse. Die Schreiben wirken oft amtlich, wodurch viele Empfänger getäuscht werden.
Die Betrüger spekulieren darauf, dass Rechnungen mit kleineren Beträgen und kurzen Zahlungsfristen in vielen Unternehmen nicht genau geprüft werden. Im Zuge der Ermittlungen konnten die Behörden eine Webseite sperren und Vermögenswerte in Höhe von rund 75’000 Franken beschlagnahmen. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit, eingehende Rechnungen stets sorgfältig zu prüfen.
Unfälle und Sperrungen auf den Strassen der Region Basel
Der Strassenverkehr in der Region war ebenfalls von mehreren Zwischenfällen geprägt. In Allschwil kam es zu einer seitlichen Frontalkollision, bei der zwei Personen verletzt wurden. Eine 52-jährige Autofahrerin geriet aus ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn, woraufhin sie mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte. Der 24-jährige Lenker des anderen Wagens musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.
In Weil am Rhein wurde ein Paketbote von zwei Männern mit einer Eisenstange angegriffen und leicht verletzt. Diesem Angriff ging offenbar ein Streit zwischen dem Boten und der Mutter der beiden Tatverdächtigen voraus. Die Polizei ermittelt in diesem Fall und sucht Zeugen, die die Auseinandersetzungen beobachtet haben. Die Vielfalt der Polizeimeldungen Region Basel spiegelt sich auch im Verkehr wider.
Neben den Unfällen führten geplante Arbeiten zu Verkehrsbehinderungen. Die Kantonsstrasse zwischen Wahlen und Grindel musste wegen Sicherheitsholzerei tagsüber gesperrt werden, um instabile Bäume zu fällen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Autofahrer mussten daher eine signalisierte Umleitung nutzen.
Feuerwehreinsätze wegen Bränden und chemischer Reaktion
In Bubendorf führte ein Brand in einer Fahrzeuglagerhalle zu einer starken Rauchentwicklung, weshalb die Behörden die Anwohner über die App „Alert Swiss“ warnten. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten, während der Verkehr um die Unglücksstelle stark beeinträchtigt war.
Auch in Basel musste die Feuerwehr ausrücken, denn in einer Dachwohnung an der Bruderholzstrasse war ein Feuer ausgebrochen. Dank des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Eine Person erlitt Verletzungen und wurde ins Spital gebracht, während drei weitere Personen vor Ort medizinisch versorgt werden konnten.
Ein besonderer Einsatz ereignete sich in Münchenstein, wo eine chemische Reaktion bei einer Poolreinigungsanlage eine Verpuffung auslöste. Dabei wurde giftiges Chlorgas freigesetzt, was einen Grosseinsatz von Feuerwehr und Chemiewehr erforderte. Drei Bewohner wurden mit Verdacht auf ein Inhalationstrauma, also eine Verletzung durch das Einatmen giftiger Gase, ins Spital gebracht.
Weitere polizeiliche Ermittlungen und Präventionsmassnahmen
Die Polizei war zudem mit einer Vielzahl weiterer Delikte beschäftigt. So wurde am Badischen Bahnhof in Basel ein 20-jähriger Mann festgenommen, gegen den ein Untersuchungshaftbefehl wegen mehrerer Diebstahlsdelikte vorlag. Die Festnahme erfolgte im Rahmen regulärer Grenzkontrollen durch die Bundespolizei.
Im Bereich der Fussballsicherheit zog die Kantonspolizei Basel-Stadt eine positive Bilanz für das Jahr 2025. Die Anzahl der Stadionverbote blieb auf einem tiefen Niveau, obwohl die Sicherheitskosten pro Heimspiel des FC Basel 1893 leicht anstiegen. Dies zeigt, dass trotz Grossanlässen wie der UEFA Women’s EURO das Fanverhalten grösstenteils friedlich blieb.
Um der Zunahme von Cyberkriminalität zu begegnen, hat die Polizei Basel-Landschaft zudem eine neue Online-Plattform gestartet. Einwohner des Kantons können bestimmte Delikte wie Online-Betrug oder Identitätsmissbrauch nun über das Portal Suisse ePolice anzeigen. Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:
- Es gab keinen physischen Kontakt zur Täterschaft.
- Es fand keine Bedrohung oder Erpressung statt.
- Eine allfällige Lieferung erfolgte nicht an eine Adresse in der Schweiz.
- Es kam ausschliesslich zu einem Bezahlvorgang.
Für alle anderen Cyberdelikte muss die Anzeige weiterhin persönlich auf einem Polizeiposten erstattet werden. Diese Massnahme soll die Anzeigenerstattung erleichtern und die Ermittlungen beschleunigen.
Artikelempfehlung: Blaulicht Region Basel: Raubüberfälle, Brände und Unfälle
