Schlaglöcher durch Frost: Das müssen Autofahrer jetzt wissen

Der ständige Wechsel von Frost und Tauwetter hinterlässt auf den Straßen in Bremen und Bremerhaven deutliche Spuren. Zahlreiche Schlaglöcher durch Frost sind die Folge, weshalb die Reparaturteams derzeit im Dauereinsatz sind. Obwohl die Schäden laufend ausgebessert werden, rechnen Experten mit weiteren Aufbrüchen im Asphalt, denn der Winter ist noch nicht vorüber.

Eine genaue Bilanz der betroffenen Straßen lässt sich aktuell noch nicht ziehen, da die kalte Jahreszeit andauert. Besonders ältere und bereits vorbelastete Fahrbahnen leiden stark unter den Witterungsbedingungen der letzten Wochen. Die angekündigten Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt herum werden die Situation voraussichtlich weiter verschärfen.

Wie Frost und Tauwetter Straßenschäden verursachen

Die Entstehung von Schlaglöchern folgt einem einfachen physikalischen Prinzip. Zunächst dringt Wasser, beispielsweise durch Regen oder Schmelzschnee, in kleine Risse und poröse Stellen des Straßenbelags ein. Wenn die Temperaturen unter null Grad Celsius fallen, gefriert dieses Wasser und dehnt sich dabei aus, wodurch es den Asphalt von innen sprengt.

Taut das Eis anschließend wieder auf, hinterlässt es Hohlräume unter der Asphaltschicht. Die darüberliegende Straßendecke ist dadurch geschwächt und instabil. Der Druck durch den fließenden Verkehr, insbesondere durch schwere Lastwagen, bricht diese geschwächten Stellen schließlich auf. Das Ergebnis ist ein klassisches Schlagloch.

Experten weisen darauf hin, dass viele Schäden zunächst unsichtbar bleiben. Manchmal löst sich die Deckschicht bereits von der darunterliegenden Binderschicht, ohne sofort herauszubrechen. Diese latenten Schäden werden erst später sichtbar und vergrößern das Problem zusätzlich.

Aktueller Umgang mit den zahlreichen Schlaglöchern

Die zuständigen Ämter und Baufirmen arbeiten die Straßenschäden systematisch ab. Dabei gehen sie in zwei Schritten vor, denn eine dauerhafte Reparatur ist erst bei wärmerem Wetter möglich. Zuerst erfolgt eine schnelle provisorische Instandsetzung, um die Verkehrssicherheit kurzfristig wiederherzustellen.

Für diese Sofortmaßnahmen wird sogenannter Kaltasphalt verwendet, der auch bei niedrigen Temperaturen verarbeitet werden kann. Die Reparatur eines einzelnen Lochs dauert damit nur etwa zehn bis 15 Minuten. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine Übergangslösung, die nicht für eine langfristige Belastung ausgelegt ist.

Eine endgültige und haltbare Reparatur erfordert hingegen den Einsatz von Heißasphalt. Dessen Verarbeitung ist jedoch erst bei Temperaturen von konstant über fünf Grad Celsius sinnvoll. Aufgrund der hohen Anzahl an Schadstellen erfolgt die Abarbeitung nach einer Prioritätenliste, die sich vor allem am Verkehrsaufkommen der jeweiligen Straße orientiert.

So können Bürger Straßenschäden melden

Bürgerinnen und Bürger können die Behörden bei der Erfassung der Schäden unterstützen, indem sie Schlaglöcher aktiv melden. Dies beschleunigt oft den Reparaturprozess, da die zuständigen Stellen so schneller einen Überblick über kritische Punkte im Straßennetz erhalten. Die Meldung ist unkompliziert online möglich.

In Bremen nimmt das Amt für Straßen und Verkehr Meldungen über ein entsprechendes Formular auf seiner Webseite entgegen. Auch die Stadt Bremerhaven bietet auf ihrer offiziellen Internetseite einen digitalen Schadensmelder an, über den Bürgerinnen und Bürger auf Straßenschäden aufmerksam machen können.

Hitze oder Kälte: Was schadet Straßen mehr?

Sowohl extreme Hitze als auch starke Kälte belasten den Straßenbelag, jedoch auf unterschiedliche Weise. Im Sommer kann großer Hitzestau dazu führen, dass der Asphalt weich wird und sich unter Belastung verformt. Dies führt zu Spurrillen, stellt aber meist eine schleichende Verschlechterung dar.

Die gravierenderen und vor allem plötzlichen Schäden entstehen hingegen im Winter. Der Frost-Tauwetter-Wechsel ist die Hauptursache für Aufbrüche und Risse. Deshalb bleiben Schlaglöcher durch Frost die größte Herausforderung für den Straßenerhalt während der kalten Jahreszeit.

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