Fasnachtsumzug St.Gallen lockt 21.000 in die Innenstadt

Ein riesiger Erfolg für die St.Galler Stadtfasnacht: Der grosse Fasnachtsumzug St.Gallen zog am Sonntagnachmittag rund 21.000 Zuschauende an. Die Veranstaltung, die vom Güterbahnhof bis in die Altstadt zum Marktplatz führte, verlief nach Angaben der Stadtpolizei reibungslos und ohne Zwischenfälle. Entlang der gesamten Route drängten sich die Menschen dicht an dicht, um das farbenfrohe Spektakel zu verfolgen.

Die Organisatoren zeigten sich nach dem Umzug äusserst zufrieden. Fasnachtspräsident Oskar Seger und Umzugschef Pius Jud lobten die phänomenale Stimmung entlang der Strecke. Laut Seger fühlte es sich nach deutlich mehr Personen an als die geschätzten 21.000, weil das Publikum enthusiastisch mitging und auch das Echo der teilnehmenden Gruppen sehr positiv ausfiel.

Details zum Fasnachtsumzug St.Gallen

Insgesamt nahmen 27 Gruppen mit rund 850 Aktiven am Umzug teil. Den musikalischen Takt gaben zwölf Guggenmusiken aus der Stadt und der Region vor, während sie durch die Gassen zogen. Ausserdem bereicherten zwei Gastguggen aus der Innerschweiz, Gumulu Lungrä aus Lungern und die Eglichutzler aus Weggis, das musikalische Programm.

Neben der Musik sorgten fantasievolle Motivwagen und Kostümgruppen für visuelle Höhepunkte. So präsentierte die Gugge Tschaggi Waggi aus Wittenbach beispielsweise einen Wagen zum Thema „Aladdin“, komplett mit einer Wunderlampe am Traktor. Andere Gruppen glänzten durch ihre kreativen Verkleidungen, darunter Skelette, die ihre Kinder in einer Badewanne mitführten, sowie bekannte Trickfilmfiguren wie Vaiana und die Minions.

Herausragende Stimmung trotz Wetterkapriolen

Das Wetterglück trug massgeblich zur grossartigen Atmosphäre bei. Während die Gassenfasnacht am Donnerstag und der Föbü-Verschuss am Samstagabend noch von Regen geprägt waren, klarte der Himmel pünktlich zum Umzug auf. In der Nacht hatte es sogar geschneit, doch am Sonntagvormittag hörten die Niederschläge auf.

Dadurch blieb der Umzug komplett trocken und wurde zeitweise sogar von Sonnenstrahlen begleitet. Diese Wende sorgte bei Teilnehmenden und Zuschauenden für eine erleichterte und fröhliche Stimmung, nachdem die vorherigen Fasnachtstage eher nass und ungemütlich waren.

Vielfalt und Farbenpracht im Zug

Eine besondere Augenweide bot die Gruppe „Latinos en St.Gallen“, denn sie beeindruckte mit aufwendigen Monstermasken und farbenprächtigen Verkleidungen aus ihrer Heimat. Die Vielfalt der Kostüme war insgesamt bemerkenswert. Neben den bereits erwähnten Figuren waren auch viele andere fantasievolle Gestalten zu sehen, die den Umzug zu einem bunten und abwechslungsreichen Erlebnis machten.

Die gute Mischung aus musikalischen Darbietungen, kreativen Wagen und farbenfrohen Fussgruppen machte den diesjährigen Fasnachtsumzug St.Gallen zu einem unvergesslichen Ereignis für die ganze Familie. Die positive Resonanz bestätigt den Stellenwert der Veranstaltung als Höhepunkt der städtischen Fasnachtskultur.

Verkehrsbeeinträchtigungen während des Umzugs

Aufgrund des grossen Andrangs und der Streckenführung kam es am Sonntagnachmittag zu erheblichen Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt. Die Stadtpolizei hatte im Vorfeld diverse Strassensperrungen angekündigt, darunter im Bereich Güterbahnhof und entlang der gesamten Umzugsroute. Zudem wurden Parkplätze an der Vadianstrasse aufgehoben.

Für den Individualverkehr war die Durchfahrt an mehreren zentralen Punkten wie der Kornhausstrasse und dem Oberen Graben nicht möglich. Die Polizei hatte entsprechende Umleitungen signalisiert und empfahl den Besucherinnen und Besuchern dringend, die öffentlichen Verkehrsmittel für die Anreise zu nutzen, um das Verkehrschaos zu umgehen.

Unfall mit E-Roller in Staad

Bereits am Freitagnachmittag ereignete sich in Staad ein Verkehrsunfall, bei dem ein 67-jähriger E-Roller-Fahrer verletzt wurde. Kurz nach 16 Uhr kollidierte er an der Einmündung vom Heerweg in die Wilenstrasse mit dem Auto einer 23-jährigen Fahrerin. Der Mann stürzte und zog sich unbestimmte Verletzungen zu, weshalb er ins Spital gebracht werden musste.

Eine von der Kantonspolizei St.Gallen durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von über 1 Promille. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Franken. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren von Alkohol im Strassenverkehr, auch bei der Nutzung von E-Rollern.

Weitere Verkehrsunfälle in der Region

Im Stephanshorntunnel auf der A1 in Richtung St.Gallen kam es am Freitagabend zu einer Auffahrkollision, an der insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren. Obwohl niemand verletzt wurde, führte der Unfall zu einer zeitweisen Blockade der Fahrbahn und einem massiven Rückstau im Feierabendverkehr.

Ebenfalls am Freitag verursachte ein 29-jähriger Autofahrer auf der Zürcher Strasse einen Unfall, als er auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einer Signaltafel, mehreren Pfosten und Bäumen kollidierte. Die Polizei stufte ihn als fahrunfähig ein, ordnete eine Blut- und Urinprobe an und nahm ihm den Führerausweis vorläufig ab. An seinem Fahrzeug entstand Totalschaden.

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