Rosenmontagsumzüge Saarland: Narren feiern trotz Sturm und Regen

Trotz Regen und Wind ließen sich die saarländischen Karnevalisten die Laune nicht verderben. Die Rosenmontagsumzüge im Saarland zogen auch in diesem Jahr wieder tausende Feiernde an die Straßen. Für die sogenannten Faasebooze, also die passionierten Fastnachtsnarren, stellt dieser Tag den unumstrittenen Höhepunkt der Saison dar. Daher war die Stimmung ausgelassen, obwohl das Wetter an vielen Orten nicht mitspielte.

Die größten Umzüge des Landes finden traditionell in Burbach und Neunkirchen statt, weshalb hier der Andrang besonders groß war. In Burbach setzte sich der närrische Lindwurm pünktlich um 13:11 Uhr in Bewegung, während die Feiernden in Neunkirchen ab 14:11 Uhr jubelten. Ungeachtet der widrigen Bedingungen zeigten sich die Teilnehmer und Zuschauer entschlossen, die Faasend gebührend zu zelebrieren.

Große Rosenmontagsumzüge im Saarland trotzen dem Wetter

In vielen weiteren Gemeinden des Saarlandes herrschte ebenfalls ausgelassene Stimmung. Die Narren ließen sich von Regen, Wind und teilweise sogar Hagel nicht abschrecken und feierten auf den Straßen. Dadurch wurde der Rosenmontag zu einem eindrucksvollen Beweis für die tief verwurzelte Fastnachtskultur in der Region.

Besonders bemerkenswert waren die Feierlichkeiten in mehreren Orten, die jeweils ihre eigenen Akzente setzten:

  • Illingen, Ommerheim und Schwalbach: Hier trotzten die Faasebooze allen Wetterkapriolen. Allein in Schwalbach nahmen insgesamt 50 Gruppen am farbenfrohen Umzug teil, was die hohe Beteiligung unterstreicht.
  • Homburg, Saarwellingen und Oberwürzbach: In Homburg fiel der Startschuss für das närrische Treiben bereits um 11:11 Uhr. Während in Saarwellingen um 14:11 Uhr allerlei Süßigkeiten gesammelt werden konnten, blieben auch in Oberwürzbach die Straßen nicht trocken, was der guten Laune jedoch keinen Abbruch tat.

Kreative Vielfalt und besondere Jubiläen

Die Umzüge zeichneten sich durch eine beeindruckende Kreativität und lokale Besonderheiten aus. In Schmelz feierten beispielsweise Wikinger, Aliens und Hippies gemeinsam auf den Straßen und sorgten für ein buntes Bild. Kurze Zeit später, um 14:11 Uhr, startete auch in Merchingen der Umzug mit 28 angemeldeten Gruppen.

Eine besondere Tradition pflegen Losheim und Niederlosheim. Obwohl die beiden Orte direkt nebeneinanderliegen, finden dort traditionell zwei getrennte Umzüge statt, was die lokale Identität stärkt. Außerdem gab es in Riegelsberg den beliebten Ziehwägelchen-Umzug, der ebenfalls um 14:11 Uhr startete. Auch in Rentrisch konnte das ungemütliche Wetter die Feiernden nicht davon abhalten, ausgelassen zu sein.

Ein besonderes Ereignis fand in Reinheim statt, denn dort feierte der Rosenmontagsumzug sein 60. Jubiläum. Volle Taschen mit Süßigkeiten und strahlende Gesichter gab es außerdem in Freisen. Schließlich versammelten sich auch in Nohn ab 14:11 Uhr zahlreiche verkleidete Närrinnen und Narren, um den Höhepunkt der Faasend gemeinsam zu erleben.

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