SSC Schwerin verliert gegen Zeren Ankara: CL-Traum in Gefahr

Für die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin wird der Weg ins Viertelfinale der Champions League zu einer schweren Prüfung. Im Play-off-Hinspiel gegen den türkischen Spitzenklub Zeren SK Ankara musste der deutsche Meister eine 1:3-Heimniederlage hinnehmen. Durch dieses Ergebnis stehen die Mecklenburgerinnen vor dem Rückspiel in der Türkei unter erheblichem Druck.

Die einzelnen Sätze endeten 21:25, 21:25, 25:21 und 14:25 aus der Perspektive der Gastgeberinnen. Damit muss das Team von Trainer Felix Koslowski im zweiten Duell eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um die Chance auf die nächste Runde zu wahren. Die Partie offenbarte, dass Konstanz auf diesem hohen Niveau entscheidend ist.

Ein Auftritt mit Licht und Schatten

Trainer Felix Koslowski hatte vor der Begegnung einen mutigen und selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft gefordert. Diese Vorgabe konnte das Team allerdings nur phasenweise umsetzen, denn es fehlte über weite Strecken die nötige Stabilität. Während Schwerin immer wieder gute Aktionen zeigte, agierte Ankara insgesamt konstanter und souveräner.

Besonders die russische Spielerin Anna Lasarewa erwies sich als entscheidender Faktor für die Gäste. Mit ihrer Durchschlagskraft im Angriff stellte sie die Schweriner Abwehr immer wieder vor große Probleme. Die Gastgeberinnen fanden kein durchgehend wirksames Mittel, um die Top-Angreiferin zu stoppen.

Die Knackpunkte der Niederlage im Detail

Der Spielverlauf zeigte ein wiederkehrendes Muster. Bis zur Mitte des ersten Satzes hielt der SSC gut mit und gestaltete die Partie ausgeglichen. Jedoch fand der Favorit aus Ankara danach immer besser ins Spiel, während sich bei den Schwerinerinnen erste Unsicherheiten einschlichen. Einige Fehler in der Annahme spielten den Gästen zusätzlich in die Karten und führten zum Verlust des Satzes.

Im zweiten Durchgang starteten die Gastgeberinnen deutlich stärker und erarbeiteten sich schnell eine 8:4-Führung. Diesen Vorsprung konnten sie bis zum Stand von 15:12 halten. Danach wiederholten sich jedoch die Probleme: Die Annahme wackelte erneut und leichte Fehler häuften sich, sodass Ankara das Spiel drehen und mit 19:16 in Führung gehen konnte. In einer spannenden Schlussphase behielten die Türkinnen die Nerven.

Einzig im dritten Satz gelang es den Schwerinerinnen, ihre Leistung konstant auf hohem Niveau zu halten. Angetrieben von den heimischen Fans, setzten sie sich früh ab und brachten den Vorsprung dieses Mal sicher ins Ziel. Der Satzgewinn mit 25:21 nährte kurzzeitig die Hoffnung auf eine Wende.

Diese positive Energie konnte das Team jedoch nicht in den vierten Satz mitnehmen. Zahlreiche Fehler im Angriff des SSC ermöglichten Ankara eine schnelle und komfortable Führung. Die wachsende Unsicherheit aufseiten der Gastgeberinnen machte es dem türkischen Starensemble leicht, den Satz und damit das Spiel souverän für sich zu entscheiden.

Ausblick: Was für die Schweriner Volleyballerinnen jetzt ansteht

Das entscheidende Rückspiel findet am kommenden Dienstag um 20:00 Uhr in Ankara statt. Um das Viertelfinal-Ticket doch noch zu lösen, benötigen die Schweriner Volleyballerinnen einen klaren Sieg und müssen dabei vor allem ihre Annahmeprobleme in den Griff bekommen. Eine deutliche Leistungssteigerung ist daher unerlässlich.

Bevor der Fokus wieder voll auf die Bundesliga gerichtet wird, gilt die gesamte Konzentration dieser schweren Aufgabe in der Champions League. Das nächste Ligaspiel steht für den SSC erst am 4. März um 18:00 Uhr an, wenn das Team zu Hause gegen Suhl antritt.

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