Baden-Württemberg erlebt einen ereignisreichen Tag, denn wichtige Gerichtsentscheidungen und besondere Vorfälle während der Fastnachtszeit prägen die aktuellen Nachrichten Baden-Württemberg heute. Von kontroversen Debatten um den Wolfsabschuss über politische Auseinandersetzungen bis hin zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bietet der Tag eine vielfältige Themenlage für die Menschen im Land.
Gerichtsurteil gefallen: Der „Hornisgrinde-Wolf“ darf abgeschossen werden
Eine wochenlange Debatte findet nun ein vorläufiges Ende. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat entschieden, dass der als „Hornisgrinde-Wolf“ bekannte Wolf getötet werden darf. Dadurch wies das Gericht die Beschwerden von Naturschutzverbänden zurück, die sich gegen eine frühere Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart gewandt hatten.
Die Genehmigung zum Abschuss ist ab sofort gültig und gilt befristet bis zum 10. März 2026. Das baden-württembergische Umweltministerium erklärte, dass ein sogenanntes Entnahmeteam bereits im Einsatz sei, um die Anordnung umzusetzen. Umweltministerin Thekla Walker zeigte sich erleichtert über die geschaffene rechtliche Klarheit, während Naturschutzinitiativen das Urteil scharf kritisieren und von einem „naturschutzfeindlichen Zeitgeist“ sprechen.
Fastnacht im Land: Von Falschgeld bis zu Friedhofs-Vandalismus
Auch die laufende Fastnachtssaison sorgt für Schlagzeilen. In Amtzell im Kreis Ravensburg kam es zu einem schockierenden Vorfall, bei dem Unbekannte in einer Aussegnungshalle auf einem Friedhof ein Lagerfeuer entfacht haben. Als Brennmaterial dienten ihnen dabei hölzerne Grabkreuze, was für großes Entsetzen in der Gemeinde sorgte.
Die Täter hinterließen mit Asche die Worte „Tut uns leid“ an einer Wand, dennoch ermittelt die Polizei wegen Störung der Totenruhe. Die örtlichen Narrenzünfte haben bereits angekündigt, bei der Beseitigung der Schäden zu helfen und die Wand neu zu streichen. Außerdem warnt die Polizei im Hohenlohekreis vor Falschgeld, nachdem eine Faschingsgruppe in Mulfingen rund 200 unechte Geldscheine in Umlauf gebracht haben soll. Es handelte sich dabei um sogenanntes Filmgeld, das auf den ersten Blick echt wirkt, aber bei genauerem Hinsehen als Fälschung erkennbar ist.
In Stuttgart kommt es unterdessen zu einem Eklat bei der Karnevalsgesellschaft Möbelwagen. Mitten in der Saison legten Prinz Nicola I. und Prinzessin Sarah-Ann I. ihr Ehrenamt nieder. Als Grund nannte die Gesellschaft ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis und unterschiedliche Auffassungen, weshalb das Prinzenpaar beim großen Faschingsumzug fehlen wird.
Politik und Gesellschaft: Weitere Nachrichten aus Baden-Württemberg heute
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg musste sich auch mit einem medienpolitischen Thema befassen. Die Richter entschieden, dass die FDP keinen Anspruch auf eine Teilnahme an der Dreier-Debatte des SWR zur bevorstehenden Landtagswahl hat. Die Entscheidung begründet sich auf dem Grundsatz der abgestuften Chancengleichheit, weshalb die Partei nicht in das Format einbezogen werden muss.
In Mannheim spitzt sich derweil der Streit um die Zukunft des Theresienkrankenhauses zu. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) wirft der Stadt in einem Brief vor, keine Förderanträge für den Ausbau der Notfallversorgung gestellt zu haben. Die Stadt wiederum hatte zuvor dem Land vorgeworfen, notwendige Mittel zurückzuhalten. Jährlich werden in der Klinik rund 27.000 Notfälle versorgt, wodurch die geplante Schließung die Versorgungssicherheit gefährden könnte.
Für Aufsehen sorgt zudem die Initiative „Druschba-Global“ im Kreis Heilbronn. Obwohl sie vorgibt, Völkerverständigung mit Russland zu fördern, wurden bei einem Vortrag Treffen mit dem Putin-nahen und von der EU sanktionierten Motorradclub „Nachtwölfe“ unkritisch dargestellt. Der Organisator lobte den Club für sein vermeintlich soziales Engagement, was Fragen bezüglich der Verbreitung von Propaganda aufwirft.
Weitere wichtige Meldungen aus den Regionen
Eine Studie der Universitätsklinik Tübingen warnt davor, die Gefahr von E-Zigaretten zu unterschätzen, insbesondere während der Schwangerschaft. Fachpersonal wie Hebammen und Gynäkologen schätzen die Risiken des „Vapens“ oft geringer ein als die des herkömmlichen Rauchens. Die Studie verdeutlicht daher einen hohen Schulungsbedarf, denn zwei bis fünf Prozent der schwangeren Frauen konsumieren weiterhin E-Zigaretten.
In Aalen brannte ein Zirkusanhänger vollständig aus, in dem Kostüme und Waschmaschinen gelagert waren. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, allerdings musste der Rombachtunnel an der B29 wegen starker Rauchentwicklung zeitweise gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus.
Ein Blick auf das Wetter: Schnee und Regen erwartet
Das Wetter in Baden-Württemberg zeigt sich heute von seiner wechselhaften Seite. Der Tag startet kühl mit Temperaturen zwischen 1 und 4 °C. Im Tagesverlauf sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 300 Meter, weshalb in mittleren und höheren Lagen mit Schneefall zu rechnen ist.
In tieferen Lagen erreichen die Temperaturen bis zu 9 °C, wodurch es hier voraussichtlich bei Regen bleibt. Auch die kommenden Tage versprechen unbeständiges Wetter mit einem Mix aus Regen und Schnee.
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