LKW Unfall A3 Wildschwein sorgt für Chaos und Vollsperrung

Auf der Autobahn A3 bei Eppstein im Main-Taunus-Kreis hat sich in der Nacht ein schwerer LKW Unfall wegen eines Wildschweins ereignet. Ein Lastwagen durchbrach dabei die Mittelleitplanke, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und einem hohen Sachschaden führte. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren von Wildwechsel auf Schnellstraßen, insbesondere in den Nachtstunden.

Der Fahrer des Lastwagens war am späten Abend auf der A3 unterwegs, als plötzlich ein Wildschwein die Fahrbahn kreuzte. Um eine Kollision mit dem Tier zu vermeiden, leitete der Fahrer ein Ausweichmanöver ein. Dadurch verlor er allerdings die Kontrolle über sein schweres Fahrzeug.

Der Unfallhergang im Detail

Der Sattelzug geriet ins Schleudern und kam von seiner Fahrspur ab. Anschließend durchbrach das Fahrzeug die Mittelleitplanke auf ganzer Breite und kam erst auf der Gegenfahrbahn zum Stehen. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass die Leitplanke auf einer Länge von rund 180 Metern komplett zerstört wurde.

Durch umherfliegende Trümmerteile wurden vier weitere Autos beschädigt, die auf beiden Fahrtrichtungen unterwegs waren. Ein Autofahrer erlitt durch Glassplitter leichte Verletzungen, während der Lkw-Fahrer unverletzt blieb. Andere Verkehrsteilnehmer kamen mit dem Schrecken davon.

Folgen und Schadensbilanz

Die Polizei und Rettungskräfte waren schnell vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern. Die Beamten schätzten den entstandenen Gesamtschaden auf eine Summe von etwa 260.000 Euro. Ein Großteil davon entfällt auf den demolierten Lastwagen und die aufwendige Reparatur der zerstörten Mittelleitplanke.

Eine kuriose Randnotiz des Einsatzes betrifft den eigentlichen Unfallverursacher. Das Wildschwein, dessen plötzliches Auftauchen die Kettenreaktion auslöste, war nach dem Unfall nicht mehr aufzufinden. Es entkam offenbar unverletzt in der Dunkelheit.

Verkehrslage nach dem LKW Unfall A3 Wildschwein

Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Köln für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Dadurch bildeten sich lange Staus, die bis in die frühen Morgenstunden andauerten. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet.

Mittlerweile ist die Fahrbahn wieder teilweise freigegeben, allerdings kommt es weiterhin zu Behinderungen. Wegen der umfangreichen Reparaturarbeiten an der Leitplanke bleiben sowohl in Richtung Köln als auch in Richtung Frankfurt die jeweils linken Fahrstreifen gesperrt. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Niedernhausen daher weiterhin vorsichtig befahren.

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