Reisende in der Business Class von Lufthansa dürfen sich auf ein deutliches Komfort-Upgrade freuen. Die Fluggesellschaft beginnt mit der umfassenden Modernisierung ihrer Airbus A380-Flotte, wodurch die neue Lufthansa A380 Business Class schon ab April allen Passagieren direkten Zugang zum Gang bieten wird. Damit entfällt das umständliche Über-den-Sitznachbarn-Steigen endgültig, was das Reiseerlebnis auf Langstreckenflügen erheblich verbessert.
Diese Maßnahme ist Teil der größten Flottenerneuerung in der Geschichte der Airline. Neben dem A380 erhalten außerdem auch die Flugzeugtypen Boeing 747-8 und Airbus A350-900 neue Sitze in allen Reiseklassen. Dadurch investiert Lufthansa gezielt in das Flugerlebnis auf ihren wichtigsten Langstreckenflugzeugen.
Was genau wird in der A380-Kabine modernisiert?
Der Kern der Modernisierung ist der Einbau komplett neuer Business-Class-Sitze des Herstellers Thompson. Die bisherige 2-2-2-Konfiguration gehört bald der Vergangenheit an, denn die neuen Sitze werden in einer 1-2-1-Anordnung verbaut. Durch diese neue Aufteilung hat jeder einzelne Sitzplatz direkten und freien Zugang zum Gang.
Allerdings führt diese großzügigere Anordnung zu einer leichten Reduzierung der Sitzplatzkapazität. Statt der bisherigen 78 Sitze wird die Business Class im A380 zukünftig nur noch 68 Plätze umfassen. Die Gesamtpassagierzahl des Flugzeugs sinkt dadurch von 509 auf 499, was den Fokus auf ein hochwertigeres und geräumigeres Reiseerlebnis unterstreicht.
Mehr Komfort in der neuen Lufthansa A380 Business Class
Der wohl größte Vorteil für die Passagiere ist die gewonnene Privatsphäre und Bewegungsfreiheit. Die neuen Sitze sind nicht nur funktionaler angeordnet, sondern bieten auch mehr Platz. Jeder Sitz verfügt über eine Breite von 58 Zentimetern (22 Zoll) und lässt sich in ein vollständig flaches Bett mit einer Länge von über zwei Metern verwandeln.
Laut Lufthansa unterstreicht dieser Schritt das Engagement für ein erstklassiges Reiseerlebnis an Bord des bei Kunden beliebten Großraumflugzeugs. Die neuen Premium-Sitze bieten deutlich mehr Komfort und Privatsphäre als ihre Vorgänger. Die Fluggesellschaft bekräftigt damit ihr Vertrauen in die A380-Flotte, die sie mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts weiter betreiben will.
Der Zeitplan für den ersten Umbau
Das erste Flugzeug, das die neue Kabinenausstattung erhält, ist der Airbus A380 mit der Kennung D-AIMC, auch bekannt als „Mike Charlie“. Die fast 16 Jahre alte Maschine wird für den Umbau zu den Elbe Flugzeugwerken GmbH nach Dresden überführt. Dort finden neben der Kabinenmodernisierung auch routinemäßige Wartungsarbeiten statt.
Die Arbeiten haben bereits begonnen, sodass die Rückkehr des modernisierten Flugzeugs nach München für April geplant ist. Ab diesem Zeitpunkt können Passagiere das neue Flugerlebnis buchen. Hier sind einige Eckdaten zum ersten umgerüsteten Flugzeug:
- Registrierung: D-AIMC
- Seriennummer: 44
- Triebwerke: Vier Rolls-Royce RR Trent 970
- Erstflug: 15. Februar 2010
Lufthansa und der A380: Ein Bekenntnis zum Riesenjet
Mit der Modernisierung ihrer acht Airbus A380-Maschinen setzt Lufthansa ein klares Zeichen. Die Fluggesellschaft ist der einzige Betreiber dieses Flugzeugtyps innerhalb der Europäischen Union. Zwar fliegt auch British Airways den A380, allerdings gehört Großbritannien seit 2020 nicht mehr zur EU.
Andere europäische Airlines wie Air France haben ihre A380-Flotten bereits während der COVID-19-Pandemie ausgemustert. Lufthansa hingegen hält an dem beliebten Doppeldecker fest und investiert nun kräftig in dessen Zukunft. Dieser Schritt sichert Passagieren auf stark nachgefragten Routen weiterhin ein besonderes Reiseerlebnis im größten Passagierflugzeug der Welt.
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