In Istanbul ist eine vierköpfige Familie aus Hamburg tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die örtlichen Behörden gehen von einer Gasvergiftung durch Kohlenmonoxid aus, während die genauen Umstände noch untersucht werden. Ein lokaler Bäcker wurde im Zuge der Ermittlungen festgenommen.
Die Familie, bestehend aus den 50 und 51 Jahre alten Eltern sowie ihren Töchtern im Alter von 16 und 17 Jahren, lebte im Istanbuler Stadtteil Başakşehir. Nachbarn alarmierten die Polizei, da sie die Familie seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen hatten. Daraufhin verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zur Wohnung.
Ermittlungen zur Todesursache der Familie aus Hamburg
Ersten Erkenntnissen zufolge könnte ein defekter Generator die Ursache für die tödliche Kohlenmonoxidkonzentration gewesen sein. Dieses Gas ist besonders gefährlich, denn es ist geruch- und geschmacklos und führt unbemerkt zum Tod. Die Ermittler fanden in der Wohnung einen Stromgenerator, der offenbar unsachgemäß betrieben wurde.
Der Generator soll von einer nahegelegenen Bäckerei genutzt worden sein, um einen Stromausfall zu überbrücken. Der festgenommene Bäcker steht daher im Verdacht, für die unsachgemäße Installation des Geräts verantwortlich zu sein. Sein Ofen war direkt unter der Wohnung der Familie installiert, wodurch die Abgase möglicherweise in die Wohnräume gelangten.
Behörden untersuchen Fremdverschulden
Die Polizei prüft nun, ob ein Fremdverschulden vorliegt und der Bäcker fahrlässig gehandelt hat. Die Leichen der vier Familienmitglieder wurden zur Obduktion in die Gerichtsmedizin gebracht, um die genaue Todesursache zweifelsfrei zu klären. Außerdem soll ein Gutachten die Funktionsweise und Installation des Generators bewerten.
Dieser tragische Vorfall unterstreicht die Gefahren, die von unsachgemäß installierten oder betriebenen Generatoren und Heizungsanlagen ausgehen können. Kohlenmonoxid-Vergiftungen sind eine stille Gefahr, weshalb Experten zur regelmäßigen Wartung solcher Geräte und zur Installation von CO-Warnmeldern raten.
