Liam Neeson: Neuer Film über Nordirland – persönlich geprägt

Der Schauspieler Liam Neeson kehrt mit seinem neuen Film „In the Land of Saints and Sinners“ auf die Leinwand zurück. Darin thematisiert er eine Zeit, die ihn persönlich stark geprägt hat. Es geht um den Nordirlandkonflikt, der über Jahrzehnte Gewalt und tiefes Misstrauen in die Gesellschaft trug.

Ein Thriller vor historischem Hintergrund

Die Handlung des Films spielt im Jahr 1974 in einem abgelegenen Dorf in der irischen Grafschaft Donegal. Neeson verkörpert die Figur des Finbar Murphy, einen ehemaligen Auftragsmörder, der eigentlich seinen Ruhestand genießen möchte. Allerdings wird er schnell von seiner Vergangenheit eingeholt, als eine Gruppe junger IRA-Terroristen in seinem Dorf auftaucht und die Bewohner terrorisiert.

Finbar sieht sich gezwungen, erneut zur Waffe zu greifen, um die Menschen, die ihm nahestehen, zu beschützen. Dadurch gerät er ins Visier der skrupellosen Anführerin der Terrorgruppe, was einen unerbittlichen Rachefeldzug auslöst. Der Film verwebt somit die Spannung eines Thrillers mit dem düsteren Kapitel des Nordirlandkonflikts.

Liam Neeson und der Nordirlandkonflikt

Für Liam Neeson ist dieser Film mehr als nur eine weitere Rolle, denn er wuchs selbst inmitten des Konflikts in Nordirland auf. Er erlebte die Gewalt und die Spaltung der Gesellschaft hautnah mit. Diese persönlichen Erfahrungen beeinflussen seine Darstellung und seine Sicht auf die Thematik des Films maßgeblich.

Der Schauspieler betont, wie wichtig es ist, dass Hass und Wut nicht die Oberhand gewinnen. Obwohl diese Gefühle angesichts von Gewalt und Ungerechtigkeit verständlich seien, dürften sie nicht das Handeln bestimmen. Er sieht darin eine Gefahr, die nicht nur einzelne Menschen, sondern ganze Gemeinschaften zerstören kann.

Die Botschaft gegen Hass und Gewalt

Der Film stellt die Frage nach dem schmalen Grat zwischen Rache und Gerechtigkeit. Neeson erklärt, dass es entscheidend sei, einen Weg zu finden, um mit Wut umzugehen und sie zu überwinden. In seinen Augen ist es ein zentrales Thema, das weit über den historischen Kontext des Films hinausgeht und auch heute noch aktuell ist.

Er selbst habe gelernt, Hass und Vergeltungsgedanken nicht die Kontrolle übernehmen zu lassen. Stattdessen sei es notwendig, menschliche Verbindungen zu suchen und auf Verständnis zu setzen. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Entwicklung seiner Filmfigur wider, die mit den Konsequenzen ihrer gewalttätigen Vergangenheit konfrontiert wird.

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