In sozialen Netzwerken war zuvor ein Foto von Lang bei einem Parteitag der Grünen in Weiden verbreitet worden. Das Bild wurde anschließend genutzt, um zahlreiche hämische und beleidigende Kommentare gegen die Politikerin zu verfassen. Viele dieser Äußerungen bezogen sich auf ihr Äußeres, was eine Form des Bodyshamings darstellt – also die Diskriminierung einer Person aufgrund ihres Körpers.
Ricarda Langs Reaktion auf die Hasskommentare
Anstatt die Angriffe zu ignorieren, entschied sich Lang für eine unmissverständliche Antwort. Sie postete das Foto mit dem Mittelfinger auf ihren Kanälen bei Instagram und Threads. Dazu schrieb sie, dass sie das Bild all jenen widme, die sich über ihren Körper lustig machen und sie beleidigen würden.
Ihre Botschaft war klar: Sie lässt sich von solchen Anfeindungen nicht einschüchtern. Außerdem verband sie ihre Geste mit einem Aufruf zur Solidarität und ermutigte andere, sich ebenfalls gegen Hass im Netz zu stellen. Sie betonte, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft weitergehe.
Unterstützung aus Politik und Gesellschaft
Für ihre Aktion erhielt Ricarda Lang viel Zuspruch von Politikern verschiedener Parteien und von zahlreichen Nutzern in den sozialen Medien. Beispielsweise lobte die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Reaktion als genau richtig. Auch andere bekannte Persönlichkeiten signalisierten ihre Unterstützung und verurteilten die Hasskommentare.
Der Vorfall verdeutlicht erneut das Ausmaß von Hass und Hetze, dem insbesondere weibliche Politikerinnen im digitalen Raum ausgesetzt sind. Lang selbst thematisiert immer wieder die persönlichen Angriffe, die weit über politische Kritik hinausgehen. Ihre Reaktion wird daher als wichtiges Zeichen gegen die Verrohung der Online-Diskussionskultur gewertet.
