Solarbonus: Günstigen Solarstrom nutzen und Kosten sparen

Verbraucher können bald von einem neuen Modell profitieren, das günstigeren Strom verspricht, wenn die Sonne scheint. Dieser sogenannte Solarbonus koppelt den Strompreis direkt an die Verfügbarkeit von Sonnenenergie. Dadurch sinken die Kosten für Haushalte immer dann, wenn Photovoltaikanlagen besonders viel Strom erzeugen.

So funktioniert der Solarbonus

Das Prinzip hinter dem Solarbonus ist einfach und nutzt die Vorteile dynamischer Stromtarife. Bei diesen Tarifen schwankt der Preis für Strom über den Tag verteilt, abhängig von Angebot und Nachfrage an der Strombörse. Ein wesentlicher Faktor hierbei ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus Photovoltaik.

An sonnigen Tagen, vor allem um die Mittagszeit, speisen zahlreiche Solaranlagen große Mengen an günstigem Strom ins Netz ein. Dadurch fällt der Börsenstrompreis oft deutlich, teilweise sogar in den negativen Bereich. Anbieter von Solarbonus-Tarifen geben diese Preissenkungen direkt an ihre Kunden weiter, weshalb der Strombezug in diesen Zeitfenstern besonders preiswert wird.

Um von solchen Tarifen zu profitieren, benötigen Haushalte einen intelligenten Stromzähler, auch Smart Meter genannt. Dieses Gerät misst den Stromverbrauch in kurzen Intervallen, zum Beispiel viertelstündlich, und übermittelt die Daten an den Stromanbieter. Erst dadurch wird eine verbrauchsgenaue Abrechnung zu den jeweils gültigen, dynamischen Preisen möglich.

Geld sparen durch den Solarbonus

Der größte Vorteil des Solarbonus liegt im finanziellen Einsparpotenzial. Wer seinen Stromverbrauch bewusst in die sonnenreichen Mittagsstunden verlegt, kann seine Stromrechnung spürbar senken. Davon profitieren vor allem Haushalte, die flexible Großverbraucher wie eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder einen Batteriespeicher besitzen.

Beispielsweise kann das Laden des Elektroautos gezielt gestartet werden, wenn die Strompreise am niedrigsten sind. Auch die Waschmaschine oder der Geschirrspüler lassen sich per Zeitschaltuhr dann betreiben, wenn der Solarstrom am günstigsten verfügbar ist. Ein Energiemanagementsystem kann diesen Prozess sogar automatisieren und optimieren, indem es die Verbrauchsgeräte intelligent steuert.

Darüber hinaus leisten Verbraucher mit einem solchen Tarif einen aktiven Beitrag zur Energiewende. Sie helfen dabei, das Stromnetz zu stabilisieren, indem sie den lokal erzeugten Solarstrom direkt vor Ort nutzen. Dies reduziert die Notwendigkeit, Strom über weite Strecken zu transportieren und entlastet die Netzinfrastruktur.

Tipps für die optimale Nutzung

Um den Solarbonus bestmöglich zu nutzen, ist eine Anpassung des eigenen Verbrauchsverhaltens entscheidend. Beobachten Sie die Strompreisentwicklung, die viele Anbieter per App zur Verfügung stellen. Planen Sie den Einsatz energieintensiver Geräte für die Zeitfenster mit den niedrigsten Preisen, meist zwischen 11 und 15 Uhr.

Für eine maximale Ersparnis empfiehlt sich die Kombination des dynamischen Tarifs mit einer eigenen Photovoltaikanlage und einem Heimspeicher. Während die Sonne scheint, wird der eigene Solarstrom genutzt und der Speicher geladen. Gleichzeitig kann günstiger Netzstrom bezogen werden, um den Speicher zusätzlich zu füllen, der dann in den teureren Abendstunden den Haushalt versorgt.