Viele Haushalte nutzen Spülmaschinentabs, die bereits Salz enthalten, und fragen sich, ob sie zusätzlich Geschirrspülersalz verwenden müssen. Die Antwort hängt maßgeblich von der Wasserhärte am Wohnort ab, denn diese entscheidet über die Notwendigkeit des speziellen Salzes für eine einwandfrei funktionierende Spülmaschine und glänzendes Geschirr.
Moderne Geschirrspüler besitzen eine eingebaute Enthärtungsanlage, die mit Ionenaustauscherharz arbeitet. Dieses Harz bindet die im Wasser gelösten Kalk- und Magnesiumionen, die für hartes Wasser verantwortlich sind. Dadurch wird das Wasser weicher, was die Reinigungswirkung des Spülmittels verbessert und Kalkablagerungen verhindert.
Allerdings ist die Aufnahmekapazität des Harzes begrenzt. Wenn es gesättigt ist, muss es regeneriert werden. Genau hierfür wird das Geschirrspülersalz benötigt, denn es spült die gesammelten Ionen aus dem Tauscher, sodass dieser wieder voll funktionsfähig ist.
Warum Sie trotzdem Geschirrspülersalz verwenden sollten
Der Hauptgrund für die Verwendung von Spezialsalz ist der Schutz der Spülmaschine vor Kalk. Kalkablagerungen können die Heizstäbe, Sprüharme und andere wichtige Bauteile beschädigen, was die Lebensdauer des Geräts verkürzt und teure Reparaturen nach sich ziehen kann. Außerdem sorgt weiches Wasser für bessere Spülergebnisse, da es Schlieren und Wasserflecken auf Gläsern und Besteck vermeidet.
Viele Multifunktionstabs enthalten zwar eine Salzersatzfunktion, diese ist jedoch oft nur bis zu einer bestimmten Wasserhärte wirksam. In der Regel reicht die Wirkung bis zu einem Härtegrad von 21 Grad deutscher Härte (°dH) aus. Liegt der Wert darüber, ist die Zugabe von speziellem Regeneriersalz unerlässlich, um die Maschine zu schützen.
Anwendung: So stellen Sie Ihre Spülmaschine richtig ein
Um den Geschirrspüler optimal einzustellen, müssen Sie zuerst die lokale Wasserhärte in Erfahrung bringen. Diesen Wert können Sie bei Ihrem örtlichen Wasserversorger erfragen oder oft auch auf dessen Webseite finden. Die Wasserhärte wird in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben und in die Kategorien weich (unter 8,4 °dH), mittel (8,4 bis 14 °dH) und hart (über 14 °dH) eingeteilt.
Anschließend stellen Sie die Enthärtungsanlage Ihrer Spülmaschine gemäß der Bedienungsanleitung auf den ermittelten Härtegrad ein. Dadurch stellt das Gerät sicher, dass es die richtige Menge Salz zur Regeneration verwendet. Füllen Sie den Salzbehälter regelmäßig auf, sobald die entsprechende Kontrollleuchte am Gerät aufleuchtet.
Häufige Fehler und was Sie beachten sollten
Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Verwendung von normalem Speisesalz anstelle von Regeneriersalz. Speisesalz ist deutlich feinkörniger und enthält oft Zusätze wie Jod oder Fluor, die verklumpen und die feinen Düsen des Ionenaustauschers verstopfen können. Verwenden Sie daher ausschließlich grobkörniges Spezial-Geschirrspülersalz, um Schäden zu vermeiden.
Auch bei der Nutzung von 3-in-1-Tabs ist es in Regionen mit hartem Wasser ratsam, nicht auf das separate Salz zu verzichten. Die im Tab enthaltene Salzmenge reicht oft nicht aus, um die Enthärtungsanlage ausreichend zu regenerieren, was langfristig zu Kalkproblemen führt. Der Verzicht auf Salz lohnt sich also nur bei sehr weichem Wasser.
