Thermomix Test: Stiftung Warentest prüft TM6 – Ergebnis überrascht

Multifunktions-Küchenmaschinen mit Kochfunktion versprechen, das Kochen im Alltag erheblich zu erleichtern. Ein bekannter Vertreter dieser Gerätegattung ist der Thermomix von Vorwerk. Doch wie gut schlägt sich das aktuelle Modell TM6 in der Praxis? Im Rahmen eines umfassenden Tests hat die Stiftung Warentest den beliebten Küchenhelfer genau geprüft und kommt zu einem differenzierten Ergebnis. Der Thermomix Test zeigt Stärken, aber auch deutliche Schwächen auf.

Grundsätzlich konnte das Gerät von Vorwerk in vielen Bereichen überzeugen und erhielt die Gesamtnote „gut“ (2,5). Besonders positiv fielen die Zubereitung von Smoothies und die Zerkleinerungsfunktion auf. Außerdem lobten die Tester die einfache Handhabung und das umfangreiche Rezept-Portal Cookidoo, das Nutzer Schritt für Schritt durch die Gerichte führt.

So wurde der Thermomix getestet

Die Stiftung Warentest untersuchte das Gerät in mehreren praxisnahen Kategorien. Dazu gehörten die Zubereitung verschiedener Speisen wie Suppen, Soßen, Pesto und das Dämpfen von Gemüse und Fisch. Während viele dieser Aufgaben gut gelangen, zeigte das Gerät in einer überraschenden Kerndisziplin Schwächen: dem Kochen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt war die ungleichmäßige Hitzeverteilung im Mixtopf. Dadurch brannten beispielsweise Zwiebeln beim Anbraten teilweise an, während andere noch roh blieben. Auch bei der Zubereitung von Risotto und Geschnetzeltem führte dies zu keinem optimalen Ergebnis. Das Problem liegt in der Konstruktion, denn die Heizspirale erwärmt nur den Topfboden, was für bestimmte Gerichte nicht ausreicht.

Die Ergebnisse im Detail: Stärken und Schwächen

Trotz der Mängel beim Anbraten konnte der Thermomix TM6 in anderen Bereichen punkten. Die Zubereitung von Teigen, das Emulgieren von Mayonnaise und das Mahlen von Nüssen gelangen einwandfrei. Auch die Sicherheitsprüfungen bestand das Gerät ohne Beanstandungen, was ein wichtiger Aspekt für den täglichen Gebrauch ist.

Allerdings offenbarte der Test auch Lärmemissionen, die als störend empfunden wurden, insbesondere beim Zerkleinern und Mahlen. Zudem wurde der hohe Preis von rund 1500 Euro als Faktor in die Bewertung einbezogen. Die Tester merkten an, dass viele Funktionen des Thermomix auch von deutlich günstigeren Einzelgeräten wie einem Pürierstab oder einem Standmixer erfüllt werden können.

Tipps für die richtige Nutzung

Wer sich für einen Thermomix entscheidet, sollte dessen Stärken gezielt nutzen. Das Gerät eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Suppen, Smoothies, Teigen und Aufstrichen. Beim Anbraten von Zutaten ist jedoch Vorsicht geboten. Hier kann es sinnvoll sein, zwischendurch manuell umzurühren, um ein Anbrennen zu verhindern.

Zudem sollte das hohe Eigengewicht des Geräts bedacht werden, das einen festen Standplatz in der Küche erfordert. Das umfangreiche digitale Rezeptangebot ist eine große Hilfe, allerdings ist dafür ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig. Dies sollte man in die Gesamtkosten mit einrechnen.