Am kommenden Samstag richtet sich die Aufmerksamkeit der Schwingfans auf das Appenzellerland, denn das traditionelle Lichtmess-Schwinget Gais steht auf dem Programm. Diese vom Schwingklub Gais organisierte Veranstaltung ist nicht nur ein beliebter Saisonhöhepunkt, sondern auch ein entscheidender Formtest für die Athleten. Da der Vorjahressieger nicht antritt, ist die Spannung besonders groß, wer sich dieses Jahr den Sieg sichern wird.
Appenzeller Team mit Ambitionen
Das Team des heimischen Schwingklubs Gais wird von Thomas Kuster angeführt, einem erfahrenen Teilverbandskranzer. Für ihn markiert das Fest in Gais den Saisonauftakt, weshalb seine aktuelle Form mit Spannung erwartet wird. Anders sieht es bei seinen Teamkollegen aus, denn die beiden Kranzer Marcel Mösli und Flavio Sutter steigen bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Zwilchhose – die traditionelle Hose der Schwinger.
Besonders Flavio Sutter hat gute Chancen, sich bereits die zweite Auszeichnung der Saison zu sichern. Bei einer Auszeichnung handelt es sich um eine Ehrung für die besten Schwinger eines Festes. Währenddessen wird sich bei Marcel Mösli zeigen, ob er nach dem ersten Wettkampf nun sein volles Potenzial abrufen kann.
Außerdem gehören Roman Wittenwiler, für den es ebenfalls der erste Auftritt 2026 ist, und der Kranzer Mario Bösch zu den Hoffnungsträgern im Appenzeller Lager. Beide gelten als Anwärter auf einen vorderen Platz und eine Auszeichnung, wodurch sie das starke Team komplettieren.
Starke Konkurrenz beim Lichtmess-Schwinget Gais
Die Appenzeller Athleten müssen sich jedoch auf starke Konkurrenz einstellen, denn das Teilnehmerfeld ist hochkarätig besetzt. Mit Damian Ott vom Schwingklub Wil und Sven Lang vom Gastklub Rothenburg treten gleich zwei Eidgenossen an. Der Titel Eidgenosse ist die höchste Auszeichnung im Schwingsport und wird nur alle drei Jahre beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest vergeben, weshalb ihre Teilnahme das Niveau des Wettkampfs deutlich anhebt.
Neben den beiden Eidgenossen zählen weitere Athleten zum erweiterten Favoritenkreis. Die Teilverbandskranzer Andy Signer und Josias Müller sowie der Kranzer Christian Lanter haben ebenfalls das Potenzial, um den Tagessieg mitzukämpfen. Sie werden den einheimischen Schwingern das Leben im Sägemehlring sicherlich schwer machen.
Ein neuer Festsieger und schmerzliche Ausfälle
Der Festsieg ist dieses Jahr völlig offen, da der Titelverteidiger nicht am Schwingfest teilnimmt. Diese Situation garantiert zusätzliche Spannung und eröffnet vielen Athleten die Chance, sich als neuer Champion in Gais zu etablieren. Jeder Gang verspricht daher packende Duelle und unvorhersehbare Wendungen.
Das Appenzeller Team muss allerdings auf zwei wichtige Schwinger verzichten. Martin Roth fällt aus, nachdem er sich im Training einen Nasenbruch zugezogen hat. Zudem musste auch Werner Schlegel seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen, was eine Schwächung für die Gastgeber darstellt. Das Lichtmess-Schwinget beginnt am Samstag um 14:00 Uhr und verspricht einen Nachmittag voller spannender Wettkämpfe.
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