Lärm Rangierbahnhof Muttenz – Darum bleibt es vorerst laut

Der Lärm am Rangierbahnhof Muttenz sorgt weiterhin für politische Diskussionen. Anwohner fühlen sich durch die Geräusche der Züge, insbesondere durch lautes Quietschen, stark belästigt. Deshalb hat die FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger eine Anfrage an den Bundesrat gerichtet, um Klarheit über mögliche Schutzmassnahmen zu erhalten.

Politische Anfrage trifft auf zurückhaltende Regierung

Die Debatte um den Lärmschutz in Muttenz ist nicht neu, denn bereits im vergangenen November thematisierte der Grüne Landrat Peter Hartmann die Belastung für die Gemeinde. Daraufhin brachte Nationalrätin Schneeberger das Anliegen auf Bundesebene ein und forderte Auskunft, wann mit wirksamen Verbesserungen zu rechnen sei.

Die Antwort der Landesregierung fiel jedoch knapp aus und signalisiert vorerst keinen akuten Handlungsbedarf. Der Bundesrat räumte zwar ein, sich der Belastung für die Standortgemeinde eines grossen Rangierbahnhofs bewusst zu sein, verwies allerdings auf bereits umgesetzte Projekte.

Argumente des Bundesrates: Sanierung und reduziertes Verkehrsaufkommen

Als zentrales Argument führte die Regierung die lärmtechnische Sanierung des Bahnhofs im Jahr 2010 an. Damals installierten die SBB unter anderem Lärmschutzwände, wodurch die Belastung nachweislich spürbar reduziert werden konnte. Aus diesem Grund war der Lärmschutz auch kein Bestandteil der jüngsten Grossinvestitionen in der Nordwestschweiz.

Zudem sei die Anzahl der Güterwagen, die im Rangierbahnhof Muttenz rangiert werden, seither gesunken. Ein geringeres Verkehrsaufkommen führt naturgemäss zu weniger Lärmemissionen. Laut Bundesrat entsprechen die Bahnanlagen in Muttenz den geltenden gesetzlichen Grundlagen, weshalb keine rechtliche Verpflichtung für weitere Massnahmen bestehe.

Ausblick für die Anwohner von Muttenz

Obwohl der Bundesrat vorerst keine neuen Massnahmen plant, schliesst er die Tür für die Zukunft nicht vollständig. Die Regierung betonte ihre Offenheit für weitere Optimierungen, ohne jedoch konkrete Schritte oder einen Zeitplan zu nennen.

Für die lärmgeplagten Anwohner bedeutet dies, dass sie auf absehbare Zeit nicht mit einer schnellen Lösung rechnen können. Die Hoffnung ruht daher auf zukünftigen Entwicklungen und dem Dialog mit den Behörden, um den Lärm am Rangierbahnhof Muttenz weiter zu reduzieren.

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