Rondelle St. Gallen Burger: Flatties verspricht bessere Burger

Ein geheimnisvolles Transparent an der Rondelle am St. Galler Marktplatz weckt seit Kurzem die Neugier der Passanten. Mit der Botschaft „St.Gallen you deserve better burgers“ wird ein neuer gastronomischer Anlauf an dem prominenten, aber auch herausfordernden Standort angekündigt. Damit steht der nächste Versuch bevor, das Konzept Rondelle St. Gallen Burger erfolgreich zu etablieren, nachdem in den vergangenen Jahren zahlreiche Pächter schnell wieder aufgeben mussten. Die Ankündigung verspricht, den „Qualitätsburger-Notstand“ in der Stadt zu beheben, lässt jedoch offen, wer hinter diesem Versprechen steht.

Die städtische Dienststelle Liegenschaften bringt auf Anfrage Licht ins Dunkel und enthüllt den Namen des neuen Mieters. Es handelt sich um das Unternehmen „Flatties“, das sich auf ein spezielles Burger-Konzept spezialisiert hat. Dieses Konzept soll dem Standort endlich die erhoffte Stabilität bringen, nachdem eine hohe Fluktuation das Bild der letzten Jahre prägte. Die Hoffnung ist groß, dass sich der neue Anbieter längerfristig halten kann.

Neuer Burger-Laden „Flatties“ will den Marktplatz erobern

Hinter dem neuen gastronomischen Angebot steckt das Konzept der Smash-Burger. Bei dieser Zubereitungsart, die ursprünglich aus den USA stammt, werden frische Hackfleischbällchen auf einer sehr heißen Grillplatte extrem flach gedrückt, also „gesmasht“. Dadurch entsteht eine besonders knusprige Kruste, während das Fleisch im Inneren saftig bleibt. Diese Methode verspricht ein intensives Geschmackserlebnis und hebt sich von klassischen Burger-Varianten ab.

Obwohl „Flatties“ den Stand bereits Anfang des Jahres übernommen hat, blieben die Rollläden bisher unten. Der Grund dafür sind notwendige Umbau- und Vorbereitungsarbeiten, wie Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei, erklärt. Ein genauer Eröffnungstermin steht daher noch nicht fest, allerdings laufen die Arbeiten auf Hochtouren, um den Betrieb bald aufnehmen zu können. Die Vorfreude bei Burger-Liebhabern in der Stadt ist bereits jetzt spürbar, denn das Konzept verspricht eine willkommene Abwechslung.

Die Rondelle: Ein Standort mit bewegter Vergangenheit

Die Rondelle am St. Galler Marktplatz hat sich in den letzten Jahren als schwieriges Pflaster für Gastronomen erwiesen. In den Verkaufsständen herrschte ein reges Kommen und Gehen, denn viele Konzepte konnten sich nicht langfristig durchsetzen. Nach einem langjährigen Imbissbetrieb versuchte im Jahr 2023 der Burger-Laden The Ami sein Glück, musste jedoch nach kurzer Zeit wieder schließen. Darauf folgte ein schnelles Gastspiel von Pina’s Kitchen mit einem griechischen Konzept, das ebenfalls nach nur rund einem halben Jahr endete.

Anschließend übernahm kurzfristig ein Kebab-Stand die Fläche, bevor nun mit „Flatties“ wieder Burger angeboten werden sollen. Diese hohe Frequenz an Mieterwechseln zeigt, dass der Standort trotz seiner zentralen Lage eine große Herausforderung darstellt. Die Gründe für die kurzen Verweilzeiten sind vielfältig und reichen von betrieblichen bis zu privaten Entscheidungen der Pächter.

Auch auf der zur Marktgasse gewandten Seite der Rondelle war die Fluktuation hoch. Ein Risotto-Stand zog 2023 aus, woraufhin das Unternehmen „Avocado – mit gutem Gewissen geniessen“ einen Versuch wagte. Allerdings stellte auch dieses nach gut einem halben Jahr den Betrieb wieder ein. Ein Nachmieter mit thailändischer Küche hielt sich ebenfalls nur wenige Monate, ehe im Oktober 2024 der Sushi-Lieferant Fin Jang Food Delivery den Stand als zweites Standbein übernahm und dort seither ein asiatisches Konzept verfolgt.

Laut Yvonne Bischof, Leiterin der städtischen Dienststelle Liegenschaften, erfolgten sämtliche Kündigungen aus privaten Gründen. Dabei präsentierten die scheidenden Mieter jedoch stets einen Nachmieter, der den vorhandenen Ausbau übernahm. Dadurch konnten längere Leerstände vermieden werden, auch wenn die Kontinuität fehlte.

Strenge Regeln und die Hoffnung der Stadt St. Gallen

Der Betrieb an der Rondelle unterliegt klaren städtischen Vorschriften, deren Einhaltung von der Stadtpolizei überwacht wird. Als verantwortliche Stelle für den Marktbetrieb kontrolliert sie insbesondere die vorgeschriebenen Öffnungszeiten. Die Mieterinnen und Mieter sind verpflichtet, ihre Stände an mindestens drei Tagen pro Woche zu betreiben, wobei sie spätestens um 8:30 Uhr geöffnet haben müssen. Für Fast-Food-Unternehmen gilt eine spätere Startzeit ab 10:00 Uhr.

Diese Regelungen sollen sicherstellen, dass der Marktplatz belebt bleibt und die Angebote für die Öffentlichkeit verlässlich verfügbar sind. Verstöße gegen die Vorschriften können zum Entzug der Betriebsbewilligung führen, wie es in der Vergangenheit bereits vorgekommen ist. Die Stadtverwaltung legt daher großen Wert auf eine zuverlässige Partnerschaft mit den Pächtern.

Vonseiten der Stadt hofft man nun, dass mit „Flatties“ mehr Beständigkeit in die Vermietung der Rondelle einkehrt. Yvonne Bischof betont, dass bis zur geplanten Sanierung des gesamten Marktplatzes eine stabile gastronomische Situation wünschenswert wäre. Ein erfolgreiches Rondelle St. Gallen Burger Konzept könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten und den Standort als kulinarischen Anziehungspunkt nachhaltig stärken.

Es bleibt abzuwarten, ob es „Flatties“ gelingen wird, die hohe Fluktuation zu durchbrechen und sich langfristig am St. Galler Marktplatz zu etablieren. Das innovative Smash-Burger-Konzept und die prominente Lage bieten gute Voraussetzungen, doch die Geschichte zeigt, dass der Erfolg an diesem Standort kein Selbstläufer ist.

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