Eine Reihe von Verkehrsunfällen in St. Gallen und Umgebung hat am Freitag für erhebliche Verkehrsbehinderungen und hohe Sachschäden gesorgt. Besonders ein Vorfall im Stephanshorntunnel auf der A1 führte im Feierabendverkehr zu einem massiven Stau, während weitere Kollisionen im Stadtgebiet die Einsatzkräfte forderten. Glücklicherweise wurde bei den meisten dieser Unfälle niemand verletzt.
Massenkarambolage im Stephanshorntunnel
Am späten Freitagnachmittag ereignete sich gegen 17:00 Uhr eine folgenschwere Auffahrkollision im Stephanshorntunnel. Der Unfall auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung St. Gallen zog eine Folgekollision nach sich, wodurch insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren. Laut Angaben der Polizeisprecherin Natascha Scherrer gab es keine Verletzten.
Allerdings blockierten die Unfallfahrzeuge zeitweise die Fahrbahn, was zu einem kilometerlangen Rückstau führte und die Geduld vieler Pendler auf die Probe stellte. Die genaue Unfallursache ist derzeit noch unklar, ebenso wie die Höhe des entstandenen Sachschadens. Die Einsatzkräfte konnten die Unfallstelle gegen 18:40 Uhr wieder freigeben, woraufhin sich der Verkehr langsam normalisierte.
Fahrer verliert Kontrolle und kollidiert mit Bäumen
Bereits am Freitagmorgen kam es auf der Zürcher Strasse zu einem aufsehenerregenden Unfall. Ein 29-jähriger Autofahrer, der stadteinwärts unterwegs war, verlor auf Höhe der Liegenschaft Nummer 475 die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er geriet über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn und kam erst nach einer Kollision mit mehreren Objekten zum Stehen.
Das Auto prallte zunächst gegen eine Signaltafel und riss anschließend mehrere Absperrpfosten aus der Verankerung, bevor es vor dem Kybunpark mit mehreren Bäumen kollidierte. Wie durch ein Wunder blieb der Fahrer unverletzt. Die alarmierten Einsatzkräfte der Stadtpolizei stuften den 29-Jährigen jedoch als fahrunfähig ein, weshalb sie eine Blut- und Urinprobe anordneten. Sein Führerausweis wurde ihm vorläufig abgenommen.
Am Fahrzeug entstand Totalschaden, sodass es abgeschleppt werden musste. Außerdem verursachte der Unfall einen Sachschaden von mehreren tausend Franken an der Infrastruktur. Während der Unfallaufnahme musste die Hafnersbergstrasse in Richtung Breitfeld gesperrt werden, was zu lokalen Verkehrsbehinderungen führte.
Weitere Unfälle mit hohem Sachschaden in St. Gallen
Auch am Donnerstag beschäftigten Verkehrsunfälle die Polizei. Kurz vor 14:30 Uhr missachtete ein 33-jähriger Autofahrer auf der Zürcher Strasse den Vortritt, als er nach links in Richtung eines Einkaufszentrums abbiegen wollte. Dabei stieß er mit dem entgegenkommenden Fahrzeug eines 82-jährigen Lenkers zusammen.
Obwohl bei dieser Kollision niemand verletzt wurde, erlitten beide Autos einen Totalschaden und waren nicht mehr fahrbereit. Sie mussten von einem Abschleppdienst abtransportiert werden. Dieser Vorfall unterstreicht erneut die Gefahren beim Abbiegen ohne ausreichende Vorsicht.
Polizei setzt auf Geschwindigkeitskontrollen zur Prävention
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfällen vorzubeugen, setzt die Kantonspolizei St. Gallen weiterhin auf Geschwindigkeitskontrollen. Sie veröffentlicht wöchentlich eine Liste mit den Standorten sogenannter semistationärer Messanlagen. Das sind mobile Blitzer, die für mehrere Tage an einem Ort aufgestellt werden.
In den kommenden Tagen müssen Autofahrer unter anderem an folgenden Orten mit Kontrollen rechnen:
- Altstätten: Feldwiesenstrasse
- Engelburg: St.Gallerstrasse
- Gossau: Herisauerstrasse
- St.Gallen: Autobahn A1
- Wittenbach: Arbonerstrasse
Die Kantonspolizei weist allerdings darauf hin, dass diese Angaben ohne Gewähr sind, da die Standorte jederzeit kurzfristig geändert werden können. Verkehrsteilnehmende sollten daher stets und überall mit Geschwindigkeitsmessungen rechnen. Davon abweichend kommuniziert die Stadtpolizei St. Gallen die Standorte ihrer Anlagen nicht aktiv, stellt aber online eine Liste möglicher Kontrollschwerpunkte zur Verfügung.
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