Verkehrsunfall St. Gallen: Zwei fahruntüchtige Fahrer gestoppt

Zwei schwere Verkehrsunfälle in der Region St. Gallen haben am Wochenende die Polizei beschäftigt. In Mörschwil kam es zu einem Selbstunfall mit erheblichem Sachschaden, während in der Stadt St. Gallen eine Autofahrerin nach einer Kollision Fahrerflucht beging. In beiden Fällen stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Fahrzeuglenker fahruntüchtig waren, was zu sofortigen Massnahmen führte.

Die Vorfälle unterstreichen die Gefahren, die von fahruntüchtigen Personen im Strassenverkehr ausgehen. Sie führten nicht nur zu materiellen Schäden, sondern auch zu konsequenten polizeilichen Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft wird sich nun mit den jeweiligen Fällen befassen.

Unfall mit hohem Sachschaden in Mörschwil

In der Nacht auf Sonntag ereignete sich kurz nach Mitternacht ein Selbstunfall auf der Rorschacherstrasse in Mörschwil. Ein 61-jähriger Mann war mit seinem Auto von Goldach in Richtung St. Gallen unterwegs, als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Während der Fahrt geriet er zunehmend nach rechts von der Fahrbahn ab.

Dabei kollidierte der Wagen zunächst mit einem Weisspfahl und prallte anschliessend gegen ein massives Metallgeländer. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich das Auto um 180 Grad und kam schliesslich mitten auf der Strasse zum Stillstand. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt, verursachte jedoch einen Sachschaden von rund 10.000 Franken.

Die Kantonspolizei St. Gallen traf kurz darauf am Unfallort ein und beurteilte den 61-Jährigen als fahruntüchtig. Folglich ordneten die Beamten eine Blut- und Urinprobe an, um die genaue Ursache der Fahruntüchtigkeit zu klären. Dem Mann wurde sein ausländischer Führerausweis für die Schweiz umgehend aberkannt, außerdem wird er bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

Fahrerin flüchtet nach Kollision im Stadtzentrum

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am späten Samstagabend in der St. Galler Innenstadt, wo eine 30-jährige Frau nach einem Unfall Fahrerflucht beging. Kurz nach 23:30 Uhr befuhr sie den Oberen Graben und beabsichtigte, in einem Wendemanöver wieder in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Dabei missachtete sie mutmasslich den Vortritt eines anderen Fahrzeugs.

Es kam zu einer Kollision mit dem Auto eines 18-jährigen Lenkers, der korrekt in Richtung Schibenertor unterwegs war. Anstatt den Unfall ordnungsgemäss zu melden, stiegen die 30-jährige Fahrerin und ihr Beifahrer aus, sammelten abgefallene Fahrzeugteile ein und luden sogar die beschädigte Stossstange auf die Rückbank ihres Wagens. Danach entfernten sie sich unerlaubt vom Unfallort.

Eine Patrouille der Stadtpolizei St. Gallen konnte die flüchtige Fahrerin jedoch kurze Zeit später identifizieren, als sie erneut am Unfallort vorbeifuhr. Die Einsatzkräfte hielten sie an und stellten ebenfalls eine Fahruntüchtigkeit fest. Da sich die Frau zunehmend unkooperativ und aufbrausend verhielt, musste sie in Handschellen gelegt und zur Polizeiwache gebracht werden.

Konsequenzen und polizeiliche Ermittlungen

Auch bei der 30-jährigen Frau wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet, um ihren Zustand zur Unfallzeit zu ermitteln. Die Polizei nahm ihr den Führerausweis vorläufig ab. Nach der Befragung auf dem Polizeiposten wurde sie wieder entlassen, muss sich aber ebenfalls vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

Beide Verkehrsunfälle in der Region St. Gallen zeigen, wie schnell eine unsichere Fahrweise zu gefährlichen Situationen und hohen Kosten führen kann. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern in beiden Fällen an. Die konsequenten Reaktionen der Polizei mit der Anordnung von medizinischen Tests und dem Entzug der Fahrerlaubnis dienen dem Schutz der allgemeinen Verkehrssicherheit.

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