Fans der legendären Piraten-Saga warten seit fast einem Jahrzehnt auf Neuigkeiten, denn der letzte Kinofilm liegt lange zurück. Die Gerüchteküche brodelt daher unaufhörlich, während Spekulationen über die Zukunft der Reihe und die Besetzung von Fluch der Karibik 6 die Online-Foren füllen. Nun hat Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer einige dieser Gerüchte kommentiert und damit für erste, klare Anhaltspunkte gesorgt, wohin die Reise gehen könnte.
Seit dem Kinostart des fünften Teils herrscht eine ungewöhnliche Stille um eines der erfolgreichsten Franchises von Disney. Obwohl eine Fortsetzung offiziell bestätigt wurde, blieben konkrete Informationen Mangelware. Diese Ungewissheit schuf einen Nährboden für zahlreiche Theorien, die von Fans und Brancheninsidern gleichermaßen diskutiert werden. Insbesondere zwei Szenarien standen dabei im Mittelpunkt des Interesses.
Die Gerüchteküche um Fluch der Karibik 6 brodelt
Im Zentrum der Diskussionen stand immer wieder die Frage nach der Zukunft von Captain Jack Sparrow, der ikonischen Figur, die von Johnny Depp verkörpert wurde. Ein weitverbreitetes Gerücht besagte, dass der exzentrische Pirat seinen Hut nehmen und das Ruder an eine jüngere Generation übergeben würde. Konkret war die Rede von seinem Sohn, der die Hauptrolle in einem neuen Abenteuer übernehmen sollte. Dadurch hätte die Saga einen sanften Übergang erfahren können.
Parallel dazu etablierte sich eine zweite, ebenso prominente Theorie. Diese drehte sich um die Oscar-nominierte Schauspielerin Margot Robbie. Berichten zufolge sollte sie die Hauptfigur in einem neuen, möglicherweise weiblich geführten Film des Universums spielen. Allerdings war unklar, ob es sich dabei um ein direktes Sequel, ein Spin-off oder einen vollständigen Reboot handeln würde. Produzent Jerry Bruckheimer bezog in einem Interview nun Stellung zu beiden Spekulationen.
Jerry Bruckheimer gibt neue Hinweise zur Besetzung
Auf die Frage, ob an den Gerüchten um Jack Sparrows Sohn oder Margot Robbies Beteiligung etwas Wahres sei, antwortete Bruckheimer zunächst ausweichend. Er erklärte, die Vermutungen seien „teilweise richtig“, ohne jedoch genauer ins Detail zu gehen. Diese Aussage ließ Raum für Interpretationen, weshalb die Interviewer nachhakten. Daraufhin wurde der Produzent konkreter und bestätigte, dass es Gespräche mit Margot Robbie gegeben habe.
Seine Körpersprache und eine weitere Antwort lieferten schließlich den entscheidenden Hinweis. Als er gefragt wurde, ob die Robbie-Theorie stimme, während die Geschichte um den Sohn falsch sei, deutete Bruckheimer Zustimmung an. Damit scheint klar: Die Pläne für einen Film mit Margot Robbie sind deutlich konkreter als die Idee einer dynastischen Fortsetzung der Sparrow-Saga. Für Fans ist dies ein wichtiges Signal, das die Richtung für Fluch der Karibik 6 vorgibt.
Eine neue Kapitänin am Ruder?
Die Bestätigung der Gespräche mit Margot Robbie legt nahe, dass Disney und Bruckheimer das Franchise mit frischer Energie neu beleben wollen. Robbie hat als Produzentin und Hauptdarstellerin, beispielsweise im Welterfolg „Barbie“, bewiesen, dass sie große Blockbuster tragen kann. Ihr Engagement könnte der Piraten-Reihe eine neue Perspektive verleihen und ein breiteres Publikum ansprechen, während gleichzeitig die Kernelemente wie Abenteuer und Humor erhalten bleiben.
Offen bleibt allerdings, wie ein solcher Film in das bestehende Universum integriert würde. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
- Spin-off: Margot Robbie könnte eine komplett neue Figur in der bekannten Welt spielen. Dadurch könnten Gastauftritte etablierter Charaktere ermöglicht werden, ohne die Handlung direkt fortzusetzen.
- Soft-Reboot: Der Film könnte eine neue Ära einleiten, die zwar im selben Universum spielt, aber den Fokus auf neue Protagonisten legt. Die alten Geschichten wären weiterhin Teil des Kanons, stünden aber nicht mehr im Mittelpunkt.
- Kompletter Neustart: Eine weitere, wenn auch weniger wahrscheinliche Option wäre ein vollständiger Reboot, der die bisherigen Ereignisse ignoriert und die Welt der Piraten von Grund auf neu erzählt.
Die Entscheidung für eine dieser Varianten wird maßgeblich den Ton und die Zukunft der gesamten Reihe bestimmen. Die Beteiligung von Robbie verspricht jedoch in jedem Fall eine hochwertige Produktion mit einer starken weiblichen Hauptfigur.
Geduld ist eine Piratentugend: Der weite Weg zum Kinostart
Obwohl die Weichen für die inhaltliche Ausrichtung nun klarer scheinen, müssen sich Fans weiterhin in Geduld üben. Jerry Bruckheimer dämpfte die Erwartungen an einen baldigen Kinostart, denn er verriet, dass ein anderes seiner großen Projekte derzeit Priorität hat. Der nächste „Top Gun“-Film sei in der Entwicklung bereits „ganz leicht die Nase vorn“, da man in Kürze das fertige Drehbuch erwarte.
Diese Aussage bedeutet, dass Fluch der Karibik 6 sich noch in einer sehr frühen Phase befindet. Von einem fertigen Skript über die Besetzung und die Dreharbeiten bis hin zur aufwendigen Postproduktion vergehen bei Filmen dieser Größenordnung oft mehrere Jahre. Ein Kinostart vor 2027 oder 2028 erscheint daher unrealistisch. Die jüngsten Enthüllungen sind zwar ein Hoffnungsschimmer, doch der Anker wird noch eine ganze Weile nicht gelichtet.
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