Australien T20 WM Kader: Cummins fehlt, Smith nicht nominiert

Für die australische Cricket-Nationalmannschaft ist es ein herber Rückschlag kurz vor Beginn der T20-Weltmeisterschaft in Indien und Sri Lanka. Test-Kapitän Pat Cummins fällt verletzungsbedingt für das gesamte Turnier aus, was zu einer bedeutenden Umstellung im Australien T20 WM Kader führt. Eine hartnäckige Rückenverletzung zwingt den 32-jährigen Star-Bowler zu einer längeren Pause.

Die Entscheidung kam nicht unerwartet, denn Cummins kämpft bereits seit über sechs Monaten mit den Rückenproblemen. Diese Verletzung hatte ihn bereits stark eingeschränkt, weshalb er beim triumphalen 4:1-Sieg in der Ashes-Serie gegen England nur bei einem einzigen Spiel auf dem Platz stehen konnte. Obwohl die Teamleitung ihn zunächst im vorläufigen Aufgebot beließ, hat man sich nun für seine vollständige Genesung entschieden.

Hartnäckige Rückenverletzung zwingt Cummins zur Pause

Die Verantwortlichen betonten, dass die Genesung von Pat Cummins absolute Priorität habe. Ein Einsatz bei der T20-Weltmeisterschaft wäre daher mit einem zu hohen Risiko verbunden gewesen. Stattdessen soll er die notwendige Zeit erhalten, um seine Rückenverletzung vollständig auszukurieren und wieder zu alter Stärke zu finden. Der Ausfall des erfahrenen Kapitäns ist zweifellos ein großer Verlust für die Ambitionen des Teams.

Als direkter Ersatz für Cummins wurde Ben Dwarshuis in den finalen Kader berufen. Der Auswahl-Verantwortliche Tony Dodemaide erklärte die Entscheidung damit, dass Dwarshuis eine wertvolle Ergänzung darstellt. Er bietet als Linkshänder-Pace-Bowler eine wichtige taktische Option, die sich besonders gut für die erwarteten Platzbedingungen eignen dürfte.

Neuerungen im Australien T20 WM Kader: Dwarshuis und Renshaw rücken nach

Ben Dwarshuis bringt laut Dodemaide ein vielseitiges Paket mit. Seine Fähigkeit, den Ball bei hohem Tempo zu schwingen und clevere Variationen einzusetzen, passt hervorragend in die Gesamtstruktur der Mannschaft. Außerdem gilt er als dynamischer Feldspieler und kann als sogenannter „Late-Order Hitter“ am Ende der Schlagreihenfolge für wichtige Punkte sorgen.

Eine weitere Änderung im Aufgebot betrifft die Schlagmänner, denn auch Matt Short wurde aus dem finalen Kader gestrichen. Seinen Platz nimmt Matthew Renshaw ein, der erst kürzlich sein Debüt im T20-Format feierte. Die Nominierung von Renshaw soll vor allem die mittlere Schlagordnung stabilisieren, während Tim David nach seiner Verletzungspause zu Beginn des Turniers langsam wieder herangeführt wird.

Renshaw bietet als Linkshänder zudem eine taktische Alternative in der sonst stark von Rechtshändern geprägten mittleren Schlagordnung. Die Teamleitung erwartet, dass diese Anpassungen besonders in der Gruppenphase in Sri Lanka von Vorteil sein werden, wo spin-lastige Bedingungen erwartet werden.

Überraschungen im Aufgebot: Kein Platz für Steve Smith

Eine der größten Überraschungen bei der Kaderbekanntgabe war das Fehlen von Steve Smith. Der erfahrene Batsman zeigte zuletzt starke Leistungen in der heimischen Big Bash League, fand aber dennoch keinen Platz im WM-Aufgebot. Die Selektoren begründeten dies mit einer bereits gut besetzten oberen Schlagordnung und dem Fokus auf Spieler, die besser zu den erwarteten Bedingungen passen.

Die Mannschaft wird während des Turniers von Allrounder Mitchell Marsh als Kapitän angeführt. Zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft bestreitet Australien aktuell eine T20-Serie mit drei Spielen in Pakistan. Das Team will dort die neuen Formationen testen und sich optimal auf die kommenden Herausforderungen einstimmen.

Ihr erstes WM-Spiel bestreitet die australische Mannschaft am 11. Februar in Colombo gegen Irland. Dort wird sich zeigen, wie gut das Team den Ausfall seines prominenten Stars kompensieren kann.

Der vollständige Kader für die T20-Weltmeisterschaft

Das finale 15-köpfige Aufgebot von Australien setzt sich wie folgt zusammen:

  • Mitchell Marsh (Kapitän)
  • Travis Head
  • Xavier Bartlett
  • Josh Hazlewood
  • Cooper Connolly
  • Josh Inglis
  • Tim David
  • Matthew Kuhnemann
  • Ben Dwarshuis
  • Glenn Maxwell
  • Cameron Green
  • Matthew Renshaw
  • Nathan Ellis
  • Marcus Stoinis
  • Adam Zampa

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