Der fünfte Wettkampftag bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina sorgt für Hochspannung und dramatische Momente. Besonders im Fokus steht die Entscheidung im Olympia 2026 Rodeln Doppelsitzer der Männer, wo ein deutsches Duo um einen historischen Rekord kämpft. Während einige Medaillenträume unerwartet platzten, gab es in anderen Disziplinen überraschende Siege und souveräne Vorstellungen der Top-Favoriten.
In den Eiskanälen, auf den Pisten und in den Loipen fielen wichtige Vorentscheidungen. Dieser Überblick fasst die zentralen Ereignisse zusammen und beleuchtet die Leistungen der Athletinnen und Athleten an einem ereignisreichen Tag voller Emotionen, der sowohl Jubel als auch Enttäuschungen für das deutsche Team bereithielt.
Olympia 2026 Rodeln Doppelsitzer: Zitterpartie um Rekord
Für die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt geht es um einen Platz in den Geschichtsbüchern. Sollten sie im Doppelsitzer mindestens die Silbermedaille gewinnen, wären sie die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken aller Zeiten. Nach dem ersten von zwei Läufen gestaltet sich diese Mission allerdings als Zitterpartie, denn das Duo liegt aktuell nur auf dem fünften Rang.
Der Abstand zu den Medaillenplätzen ist mit rund einer Zehntelsekunde zwar gering, doch im Eiskanal entscheiden oft Tausendstel über Sieg oder Niederlage. Bemerkenswert ist zudem, dass das zweite deutsche Duo, Toni Eggert und Florian Müller, um vier Tausendstelsekunden schneller war und sich damit auf dem vierten Platz positionierte. Die Spannung vor dem finalen Durchgang ist daher riesig.
Besser lief es hingegen für die deutschen Frauen im Doppelsitzer. Dajana Eitberger und Magdalena Matschina zeigten einen starken ersten Lauf und liegen trotz eines kleinen Fehlers auf dem aussichtsreichen zweiten Platz. Der Rückstand auf das führende Duo aus Italien beträgt nur 22 Tausendstel, weshalb die Goldmedaille in greifbarer Nähe ist.
Dramen im Schnee: Biathlon und Nordische Kombination
Enttäuschungen und dramatische Wendungen prägten indes andere Disziplinen. Im Biathlon-Einzel der Frauen über 15 Kilometer schien eine Medaille für Franziska Preuß bereits sicher. Sie kam als Führende zum letzten Schießen, vergab dort jedoch mit Fehlern alle Chancen auf einen Platz auf dem Podest und fiel weit zurück.
Den Sieg sicherte sich die Französin Julia Simon, während Vanessa Voigt als Vierte ebenfalls knapp eine Medaille verpasste. Ähnlich erging es Vinzenz Geiger in der Nordischen Kombination. Nach einem guten Sprung von der Normalschanze startete er von Platz acht mit nur 29 Sekunden Rückstand in den 10-Kilometer-Langlauf.
Lange Zeit hielt er sich in der Spitzengruppe und kämpfte um Edelmetall. In der letzten Runde brach er jedoch ein und beendete das Rennen schließlich auf dem zehnten Platz. Gold ging an den Norweger Jens Luraas Oftebro, der sich vor dem Österreicher Johannes Lamparter und dem Finnen Eero Hirvonen durchsetzte.
Überraschungen und Dominanz bei den weiteren Wettbewerben
Für eine große Überraschung sorgte die erst 20-jährige US-Amerikanerin Elizabeth Lemley auf der Buckelpiste, die im Fachjargon auch Moguls genannt wird. Bei ihrem Olympia-Debüt zeigte sie im Finale einen herausragenden Lauf und sicherte sich sensationell die Goldmedaille. Die Top-Favoritin Jakara Anthony aus Australien patzte hingegen und landete nur auf Rang acht.
Eine beeindruckende Dominanz stellte der Schweizer Skirennläufer Franjo von Allmen unter Beweis. Nach seinen Siegen in der Abfahrt und der Kombination gewann er auch den Super-G und feierte damit einen historischen Gold-Hattrick. Er schrieb damit bei den Winterspielen in Italien erneut Geschichte.
Auch im Snowboard gab es eine souveräne Vorstellung einer Favoritin. US-Superstar Chloe Kim, die bereits zweimal Olympiasiegerin wurde, zog als Beste der Qualifikation souverän in das Halfpipe-Finale ein. Die drei deutschen Starterinnen Leilani Ettel, Kona Ettel und Anna Hedrich verpassten den Einzug in die Endrunde hingegen knapp.
Eishockey-Turniere starten mit Besonderheiten
Mit großer Spannung wurde der Beginn des olympischen Eishockey-Turniers der Männer erwartet. Erstmals seit 2014 sind wieder die Top-Stars aus der nordamerikanischen Profiliga NHL dabei, weshalb Experten von einem „Turnier der Superlative“ sprechen. Die deutsche Nationalmannschaft greift erst am morgigen Tag mit ihrem Auftaktspiel gegen Dänemark ins Geschehen ein.
Die deutschen Eishockey-Frauen müssen hingegen auf den Termin ihres Viertelfinals warten. Aufgrund eines Norovirus-Ausbruchs wurde das letzte Vorrundenspiel zwischen Kanada und Finnland verschoben. Dadurch verzögert sich die Ansetzung der K.o.-Runde, und das deutsche Team wird sein Spiel voraussichtlich erst am Samstag bestreiten können.
Blick auf die Nebenschauplätze und Athleten-Geschichten
Abseits der Pisten sorgte der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid für Aufsehen. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Einzel entschuldigte er sich öffentlich für sein Fremdgeh-Geständnis, das er live im Fernsehen gemacht hatte. Mit seiner emotionalen Beichte hatte er dem Olympiasieg seines Landsmanns Johan-Olav Botn die mediale Aufmerksamkeit gestohlen, was er nun zutiefst bedauere.
Positivere Schlagzeilen schrieben andere Athletinnen. Die Skilangläuferin Theresa Fürstenberg erhielt kurzfristig einen Startplatz im deutschen Team und freute sich riesig über ihren unverhofften Olympia-Einsatz. Große Freude herrschte auch bei den Großeltern von Skirennfahrerin Emma Aicher, die in der Heimat auf der Schwäbischen Alb die bereits gewonnenen Silbermedaillen ihrer Enkelin feierten.
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